So sehen die Visualisierungs-Pläne für die Düsseldorfer Straße aus. Foto: SWSG (z)

Im Hallschlag werden derzeit zahlreiche alte Wohnungen abgerissen und Neubauten von der SWSG erstellt. Allein in der Düsseldorfer Straße entstehen 128 Wohnungen.

Bad Cannstatt - Im Hallschlag ist die SWSG auch in diesem Jahr intensiv am Arbeiten. „Es entstehen zahlreiche neue Wohnungen, alte Häuser werden abgerissen, andere sind schon in der Erneuerungsphase“, wie SWSG-Sprecher Peter Schwab berichtet.

So geht es etwa in der Lübecker und Dessauer Straße für alle Gebäude an den Innenausbau. „Die Häuser befinden sich in unterschiedlichen Bauzuständen, die Handwerker arbeiten sich von der Dessauer Straße in Richtung Lübecker Straße vor“, erklärt Schwab den Stand. Auf dem nordwestlich gelegenen Grundstück des Stadtteils errichtet die SWSG 161 neue Wohnungen mit 11 290 Quadratmeter Wohnfläche, davon 51 Sozialwohnungen sowie 30 Einheiten, die nach dem kommunalen Programm „Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher“ gefördert sind. Die zwölf Satteldachgebäude werden zwischen Mai und Dezember in diesem Jahr bezogen. Nach der Fertigstellung bietet die SWSG Wohnungen mit Ein- bis Fünf-Zimmer-Grundrissen sowie 149 Tiefgaragen- und 29 Außenparkplätze an. Außerdem finden 322 Fahrräder einen trockenen und sicheren Unterstand.

Stadtteil wird familienfreundlicher

In engem Zusammenhang mit diesem Bauprojekt steht das Kinder- und Familienzentrum auf dem Grundstück Ecke Lübecker/Rostocker Straße, das ebenfalls die SWSG errichtet. Fünf Gruppen werden dort in einer Kindertagesstätte untergebracht, Räume für ein Familienzentrum entstehen. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2020 vorgesehen. „Damit wird deutlich, welchen Charakter der Hallschlag annimmt: Mit seinen Grünanlagen und den neuen Kindergartenplätzen wird der Stadtteil immer familienfreundlicher“, sagt SWSG-Geschäftsführer Helmuth Caesar.

Abriss von 84 Altbauwohnungen

Neuer Wohnraum wird auch an der Düsseldorfer und Essener Straße errichtet. Dort stehen laut Schwab die 84 Altbauwohnungen aus den Jahren 1940 bis 1943 nun zum Abriss an. Auf dem Grundstück errichtet die SWSG 128 neue Wohnungen. Davon sind 55 als Sozialwohnungen geplant, 23 Wohnungen werden über das Programm der Landeshauptstadt „Mietwohnungsbau für mittlere Einkommensbezieher“ gefördert. Im neuen Quartier haben die Wohnungen ein bis sechs Zimmer auf 39 bis 126 Quadratmeter großen Grundrissen. Insgesamt entsteht in den neun Gebäuden knapp 9100 Quadratmeter Wohnfläche. Die alten Häuser verfügen nur über knapp 4600 Quadratmeter Wohnfläche. Außerdem soll es 128 Tiefgaragenplätze geben. Sieben dreigeschossige Häuser mit Satteldach bilden dabei dann eine Innenhofsituation, in der nochmals zwei kleine Einzelgebäude untergebracht sind, ganz ähnlich wie die benachbarte Bebauung an den Straßen Auf der Steig und Hallschlag aus dem Jahr 2015. „Wir setzen damit den Charakter der Gartenstadt fort, der für den Hallschlag so typisch ist“, sagt SWSG-Geschäftsführer Helmuth Caesar.

Ersatzwohnungen angeboten

Allen bisherigen Mietern hat die SWSG eigenen Angaben zufolge Angebote für Ersatzwohnraum unterbreitet. Insgesamt habe die SWSG 81 von 84 Mietparteien so mit Wohnraum versorgt, drei seien anderweitig untergekommen. Ein Großteil der Mieter habe sich entschieden, im Hallschlag zu bleiben. „Daran zeigt sich, dass das Quartier seinen einstmals schlechten Ruf längst hinter sich gelassen hat und es für Mieterinnen und Mieter attraktiv ist, im Hallschlag weiterhin zu wohnen“, so Caesar. Die Mieter hätten laut SWSG von dem breiten Angebot der SWSG profitiert. Neben den Angeboten für Ersatzwohnraum übernehme die SWSG eigenen Angaben zufolge auch die Umzugskosten. Bei Bedarf unterstütze das Sozialmanagement der SWSG ältere oder behinderte Menschen sowie Familien beim Umzug. Zudem erhalten Mieter, die in eine Neubau- oder eine modernisierte Wohnung einziehen, nach Angaben der SWSG einen unbefristeten Kaltmietenrabatt von einem Euro pro Quadratmeter.

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