Neu im gelben Trikot: Jeremy Senglin Foto: Baumann

Die MHP Riesen Ludwigsburg stellen die Weichen: In der Bundesliga haben die Basketballer mit dem 90:86-Sieg gegen Oldenburg Platz drei gefestigt – und zudem noch einen weiteren US-Profi verpflichtet.

Ludwigsburg - Mit dem 90:86 (45:42) gegen den Tabellennachbarn EWE Baskets Oldenburg haben die MHP Riesen Ludwigsburg einen wichtigen Sieg im Kampf um Platz drei eingefahren – die Teilnahme an der Meisterrunde in der Basketball-Bundesliga ist ihnen nun sicher. „Am Ende waren wir ein bisschen glücklicher“, sagte Trainer John Patrick. In die Karten spielte den Riesen auch, dass die Oldenburger nur die Hälfte ihrer Freiwürfe trafen, 9,6 Sekunden vor Schluss versagten Mickey McConnell die Nerven an der Linie, als er hätte ausgleichen können. Thomas Walkup (15 Punkte/7 Rebounds/5 Assists) hatte im Angriff zuvor den letztlich spielentscheidenden Dreier eiskalt verwandelt.

Probleme gegen die Center

„Es war ein umkämpfter Sieg“, sagte Patrick noch. Und dass solche Partien seine Mannschaft in den nächsten Wochen weiter erwarten, wurde am Samstagabend vor 3542 Zuschauern augenscheinlich. Die Gegner stellen sich besser auf Ludwigsburgs harte Gangart ein und suchen gleichzeitig ihre spielstarken Center unter dem Korb. Im Champions-League-Viertelfinale war es Bayreuths Assem Marei, der die Barockstädtern vor Probleme stellte, bei Oldenburg Rasid Mahalbasic (21 Punkte/8 Rebounds). Wie schwerwiegend der Ausfall von Johannes Thiemann ist, wird sich wohl in den nächsten Wochen erst richtig zeigen. Im Moment vertrauen die Riesen auf ihren breiten Kader: Adam Waleskowski macht seine Sache in Verteidigung und Angriff schon die ganze Saison über gut, Justin Sears ist in Topform (17), und dann gibt es ja noch Neuzugang Jacob Wiley. Gut tut auch die Rückkehr von Dwayne Evans nach einer Leistenverletzung, der eine weiter Option auf der großen Position ist.

„Einige Spieler sind ziemlich müde“, meinte Patrick. Deshalb hat er noch einmal nachverpflichtet – auf der kleinen Position. Kurz vor Ende der Wechselfrist stieß Jeremy Senglin von den Long Island Nets aus der G-League (eine Nachwuchsliga der NBA) zum Team. Der US-Amerikaner deutete seine Stärken an, „muss aber noch unsere Systeme lernen“, so Patrick.

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