Der TSV Malmsheim mit Sharon Anderson (Mi./im Spiel gegen die Tigers Tübingen) stand am Ende gegen den USC Heidelberg 2 auf verlorenem Posten. Foto: Andreas Gorr

Den Malmsheimer Basketball-Frauen sind gegen den USC Heidelberg 2 beim 45:80 überfordert. Die Männer schlagen einen Angstgegner, der SV Leonberg/Eltingen feiert einen klaren Sieg.

Der USC Heidelberg 2 ist Tabellenführer der Basketball-Regionalliga der Frauen. Das untermauerten die Bascats am Sonntag eindrucksvoll und besiegten den TSV Malmsheim mit 80:45. Es war der sechste Sieg im sechsten Spiel für die Nachwuchsmannschaft des Zweitligisten.

 

„Das Ergebnis spiegelt nicht unser Spiel wider“, stellte Malmsheims Co-Trainer Dominik Rock nach der Partie klar. Besonders im letzten Viertel, das der TSV mit 7:24 verlor, erzielte Heidelberg viele Punkte ohne Gegenwehr der Malmsheimer, denen nach drei intensiven Vierteln die Luft ausging.

TSV-Frauen bekommen den Gegner nicht in den Griff

Nach einem deutlichen 10:25-Rückstand aus dem ersten Viertel konnte der TSV das zweite und dritte noch ausgeglichen gestalten, am Ende kosteten das zu viel Kraft. Heidelberg verteidigte mit hohem Druck und schaltete nach Ballgewinn schnell und direkt um. Zudem gelangen acht Dreierwürfe gegenüber nur zwei des TSV Malmsheim.

Ernüchterung bei den Trainern: Dominik Rock (li.) und Chefcoach Lisa Bonds mussten eine herbe Niederlage hinnehmen. Foto: Andreas Gorr

Trainerin Lisa Bonds betonte die Energie und Schnelligkeit des Gegners, der USC 2 spielte noch schneller als zuvor Tübingen, wo Malmsheim die erste Saisonniederlage kassierte. „Wir hatten ein Paar, die mithalten konnten“, meinte Bonds, Topwerferin Katharina Greb (18 Punkte) und Janina Dzubba (16) konnten die Niederlage jedoch nicht abwenden. „Es leuchtet ein, dass Heidelberg ungeschlagen Erster ist“, meinte Bonds.

Knapper Erfolg gegen Angstgegner für Malmsheimer Männer

Besser lief es für die Männer des TSV, die in der Landesliga den Tabellenletzten TV Obertürkheim knapp 86:78 schlugen. „Die lagen uns noch nie“, betonte Trainer Manuel Martinez und verwies auf die Vorjahre, in denen die Spiele knapp gewonnen oder deutlich verloren gingen. Durch ihr hartes Spiel seien die Obertürkheimer nicht der ideale Gegner, meinte Martinez.

Ben Diehl führte den TSV Malmsheim zum Heimsieg – zur Freude von Trainer Manuel Martinez (re.). Foto: Andreas Gorr

Nach einer frühen Führung, die sich seine Mannschaft mit sauberen Kombinationen und sicheren Dreierwürfen – insgesamt neun, davon fünf durch Top-Scorer Ben Diehl (30 Punkte) – erspielte hatte, wechselte Martinez das Team durch, was zu größeren Unruhen im Spiel führte. Gerade der Obertürkheimer Viktor Kari (34) war kaum zu bremsen, aber es reichte es zum Sieg. „Die Jungs sind ambitioniert, sie wissen, dass sie solche Spiele nicht verlieren dürfen“, sagte Martinez, der das Spiel als Pflichtsieg abtat.

Defensive im Griff: SV-Basketballer siegen deutlich

Erfolgreich war auch Ligakonkurrent SV Leonberg/Eltingen. Mit einen 71:56-Heimsieg gegen die BG Tamm/Bietigheim II erobert das Team den vierten Platz. Vor allem die defensive Anfälligkeit der vergangenen Wochen hatte die Mannschaft im Griff, Trainer Niko Tokas lobte: „Wir haben auf individueller Ebene mehr Aufwand betrieben.“ Obwohl die Offensive schwache Quoten auflegte, stand nach drei Dritteln auch dank der Jochen Mikait und Davide Rainis (je 17 Punkte) eine 60:34-Führung für den SV.

Zum dritten Mal Topscorer beim SV Leonberg/Eltingen: Davide Rainis (re.) Foto: Baumann/Alexander Keppler

Als die Mannschaft zu Beginn des vierten Durchgangs den nächsten starken Lauf hinlegte, entschied Tokas, dem Nachwuchs im letzten Viertel eine Chance zu geben. Der tat sich schwer und verlor das Viertel mit 11:22, für den Erfolg reichte es aber. Tokas erklärte, dem SV fehle es gegenüber der Konkurrenten an Talenten im Kader, da man sich nicht aus den Kaderschmieden der Basketball-Giganten Stuttgart und Ludwigsburg bediene, sondern auf die eigenen Jugend setze.