Der VfL Sindelfingen hat sein erstes Spiel in der Relegation zur Basketball-Landesliga deutlich verloren. Die Gründe sind aufgrund mangelnder Trainingsbeteiligung hausgemacht.
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Arber Shabani eine dunkle Vorahnung hatte. „Was uns Schwierigkeiten machen könnte, ist höchstens die Kondition“ sagte der Kapitän des VfL Sindelfingen im Vorfeld der Relegation zur Basketball-Landesliga. Und tatsächlich: Eben jene fehlende Fitness war einer der Hauptgründe für die 63:83-Niederlage gegen die TSG Ehingen. Ein weiteres Problem: die fehlende Abstimmung innerhalb des Teams.
Für beides liegen die Wurzeln in der mangelhaften Trainingsbeteiligung. „Wir waren in den vergangenen paar Monaten zu dritt oder maximal zu viert in den Einheiten. Im Mannschaftssport ist das nicht förderlich und kaum zielführend“, lässt Shabani durchblicken. „Wir haben uns das Leben also selbst schwer gemacht, obwohl man gegen diesen Gegner schon gewinnen könnte.“
Immer dann, wenn die Starting Five auf dem Feld stand, lief es gut. „Das sind die Leute, die auch im Training waren. Da ist es nicht so, dass das Spielerische fehlt“, berichtet Arber Shabani. „Aber die brauchen halt ihre Pausen.“ Der anfängliche Dreier von Ali Hijazi läutete einen starken Lauf ein, der eine 18:6-Führung mit sich brachte. Ende des ersten Viertels war diese aber beim 18:18 aufgebraucht.
„Dann mussten wir durchwechseln, was zu einem Leistungseinbruch geführt hat. Es hat überhaupt nicht mehr funktioniert, Systeme zu laufen“, haderte der Spielführer. Nach dem zweiten Abschnitt lagen er und seine Kollegen mit 39:53 hinten. Den dritten Durchgang konnten die Gastgeber sogar für sich entscheiden und verkürzten den Rückstand auf 54:66.
Doch dann ging ihnen wieder die Puste aus, und die Akteure von der Bank konnten nichts reißen. Auch Foulprobleme kamen im vierten Quarter dazu – beispielsweise wurde bei Ilyasse El Medahe gleich dreimal innerhalb von 40 Sekunden eine Regelwidrigkeit abgepfiffen –, sodass eine Aufholjagd gar nicht erst zustande kam. Mit jeweils 20 Punkten waren Arber Shabani und Antonis Sivorotka erfolgreichste Werfer der Einheimischen, Florian Reichert steuerte elf Zähler bei.
Trotz der 63:83-Schlappe ist für den VfL Sindelfingen noch nichts verloren. Zwei der drei Teilnehmer dieser Relegationsrunde dürfen kommende Saison in der Landesliga mitmischen, da diese aufgestockt wird. Das heißt: Am Samstag um 20 Uhr geht es beim Lokalrivalen SV Böblingen Panthers um alles. „Da heißt es ,do or die’“, betont Shabani. Bleibt nur zu hoffen, dass die Trainingsbeteiligung diese Woche höher ist.