Antonis Sivorotka (li.) steuerte 17 Punkte zum Erfolg des VfL Sindelfingen bei. Foto: Stefanie Schlecht

Nach dem dritten Sieg in Folge gehen die Landesliga-Basketballer des VfL Sindelfingen als Tabellenzweiter in die kurze Pause zwischen den Jahren. Ganz schön stark für einen Aufsteiger.

Die TSG Ehingen kannten die Basketballer des VfL Sindelfingen noch aus der Relegation dieses Frühjahr. Damals verloren sie, was nicht ins Gewicht fiel, weil beide Mannschaften in die Landesliga aufstiegen. Dort gab es nun ein Wiedersehen, und dieses Mal hatte die Truppe von Trainer Milton West das bessere Ende für sich.

 

Allerdings war es bis dahin ein weiter Weg. Ohne die privat verhinderten Radoslav Bozovic, Mirza Music und Simon Navermann erlebten die Gäste einen mühsamen Start. „Wir wollten unser letztes Spiel in diesem Jahr nicht auf die leichte Schulter nehmen und waren eigentlich konzentriert, taten uns aber schwer“, beschreibt Kapitän Arber Shabani. Beide Mannschaften tasteten sich ab, es gab viele Foul-Unterbrechungen, und ein richtiger Rhythmus wollte einfach nicht reinkommen.

Nach erstem Viertel liegt VfL Sindelfingen bei TSG Ehingen noch zurück

Nach dem ersten Viertel lagen die Sindelfinger mit 14:15 hinten, nach dem zweiten führten sie hauchdünn mit 38:36. „In der Pause gab es dann noch einmal die klare Ansage, dass wir nicht zwei Stunden durch den Nebel dorthin gefahren sind, um eine Niederlage mit nach Hause zu nehmen“, erzählt Shabani. Also legten er und seine Kollegen in der Folge noch eine Schippe drauf, erarbeiteten sich im dritten Abschnitt ein 66:51-Polster und behielten das auch bis zum 76:62-Endstand.

Warum nicht gleich so? Es erhärtet sich der Eindruck, der VfL könne jeden schlagen, wenn er mit dem Kopf bei der Sache ist. „Dem würde ich nicht widersprechen“, schmunzelt Shabani und berichtet von einem Gespräch mit dem Schiri nach dem Abpfiff: „Der kennt uns alle schon von früher, und er meinte, dass unsere Qualität zu hoch ist für diese Klasse, und dass wir auf jeden Fall um den Aufstieg mitspielen werden.“

Arber Shabani selbst war mit 21 Punkten Topscorer, dahinter folgten Antonis Sivorotka (17), Alexander Schiff (14) und Ali Tomaras-Hijazi (12). Viel wichtiger war allerdings, dass alle ihre Einsatzzeiten bekamen und Dinge auf dem Feld ausprobieren konnten. „Es war nicht alles perfekt, aber wir haben den Pflichtsieg eingefahren“, resümierte der Spielführer. Weiter geht es erst am 11. Januar, dann ist der Tabellenzweite um 17 Uhr beim TSB Ravensburg zu Gast.