Packendes Spitzenspiel: Ab dem dritten Viertel konnte sich der VfL Sindelfingen (in Rot) entscheidend absetzen. Foto: Stefanie Schlecht

Gelingt den Landesliga-Basketballern des VfL Sindelfingen tatsächlich der Durchmarsch? Nach ihrem Sieg gegen den Spitzenreiter und der Eroberung von Platz eins deutet vieles darauf hin.

Jeder hasst den Montag? Nicht unbedingt. Kapitän Arber Shabani und seine Teamkollegen von den Landesliga-Basketballern des VfL Sindelfingen starteten beispielsweise mit einer super Laune in diese Woche. Zwar auch mit Muskelkater, aber ebenso mit einem Lächeln auf den Lippen.

 

Kein Wunder, denn tags zuvor hatten sie den bisherigen Spitzenreiter TSG Söflingen IV mit 86:66 aus der Halle geworfen und diesen damit auch vom Thron in der Tabelle geschubst. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir nicht lockerlassen und den Druck konstant aufrechterhalten wollen“, berichtet Shabani vom Matchplan. „Und dann wollten wir mal schauen, ob der Gegner mithalten kann.“

TSG Söflingen IV liegt zur Pause beim VfL Sindelfingen noch vorn

Zwei Viertel lang taten die Gäste das absolut. Mehr noch: Zur Halbzeitpause lagen sie beim 37:39-Zwischenergebnis sogar knapp vorn. „Unser Coach Milton West hat uns dann in der Kabine den Kopf gewaschen“, erzählt Shabani. Denn eben jenen Kopf verlieren seine Schützlinge ab und zu, wenn das Adrenalin das Kommando übernimmt.

Die Worte des Trainers verfehlten ihre Wirkung nicht. Die vermeidbaren Fehler vermieden die Sindelfinger nun tatsächlich. Sie gingen fokussierter zu Werke und ließen sich von vermeintlich unberechtigten Pfiffen der Unparteiischen nicht aus dem Konzept bringen, wodurch auch die eigene Offense deutlich runder lief.

Keinen Ball verloren gegeben: Gerade defensiv fightete der VfL Sindelfingen (in Rot), was das Zeug hält. Foto: Stefanie Schlecht

VfL Sindelfingen steht gegen die TSG Söflingen IV defensiv sehr gut

„Außerdem standen wir defensiv sehr gut – und das sage ich selten“, schmunzelt Shabani. Ali Tomaras-Hijazi nahm den gegnerischen Leistungsträger Irfan Mecinovic mit einer Ganzfeldpressverteidigung nahezu aus dem Spiel. Florian Reichert und Radojica Bozovic machten in der Abwehr ebenfalls keine Gefangenen. Die VfL-Korbjäger zogen an einem Strang, keiner tanzte aus der Reihe.

„Wir hatten ja auch noch eine Rechnung offen“, nickt Arber Shabani, denn die knappe Hinspielniederlage – die erste überhaupt in dieser Saison – hatten er und seine Kameraden persönlich genommen. Sie wollten unbedingt Revanche.

Beim VfL Sindelfingen fallen jetzt auch die Dreipunktewürfe

Ab dem dritten Abschnitt entwickelte sich die Sache dann auch genau so, wie sie es sich erhofft hatten. Plötzlich fielen die Dreier, langsam bogen die Gastgeber auf die Siegerstraße ein. Zum Start des finalen Durchgangs führten sie 63:56, dann zogen sie bis zum 86:66-Endstand endgültig davon.

„Dass der Ball bei uns so gut gelaufen ist, hat uns Kraft gegeben, und die Söflinger sind eingeknickt“, schildert Arber Shabani, der selbst 26 Punkte zum Erfolg beisteuerte und damit zum Topscorer seiner Mannschaft avancierte.

Bei TSG Reutlingen Ravens wartet nächstes Topspiel auf VfL Sindelfingen

Am Sonntag (17 Uhr) wartet bei der TSG Reutlingen Ravens gleich der nächste Hammer auf den VfL Sindelfingen. Sollte auch beim Tabellendritten ein Sieg gelingen, wäre der Aufsteiger dem Durchmarsch in die Oberliga einen weiteren großen Schritt nähergekommen.