Während der SV Leonberg/Eltingen den Blick auf die neue Runde richtet, fiebern Basketballer des TSV Malmsheim dem Pokalturnier in Söflingen entgegen. Eine kleine Saisonbilanz.
Nach der Saison ist vor der Saison heißt das Motto bei den Basketballern des SV Leonberg/Eltingen. Nachdem die Mannschaft von Trainer Niko Tokas den anvisierten Aufstieg in die Oberliga verpasst hat, ist der Blick bereits auf die in Herbst beginnende Saison gerichtet.
Nur eine Woche nachdem Leonberg die Spielzeit in der Landesliga auf Rang drei mit 15 Siegen und sieben Niederlagen abgeschlossen hat, fiel der Startschuss für ein Individualtrainingscamp für U-18-Spieler. Bei dem speziellen Programm wird über einen Zeitraum von zwei Monaten dreimal in der Woche mit vielversprechenden Eigengewächsen trainiert. „Unser Ziel ist es, in jeder Saison mindestens einen jungen Spieler in die erste Herrenmannschaft integrieren zu können“, umreißt Niko Tokas die Philosophie des Vereins. Hierfür werden im Anschluss an die Saison die Weichen gestellt.
Dass man es durch Trainingsfleiß, harte Arbeit und einer „guten Verteidigung als Eintrittskarte“ in die erste Mannschaft schaffen kann, haben zuletzt Talente wie Tobias Weiß, Nepomuk Rupp oder Oleksandr Yeryshev bewiesen. Eigengewächse sollen bei den Herren auch dafür sorgen, dass das Team auf Kurs bleibt. „Ich habe schon viele Teams gesehen, die nach anfänglichem Erfolg an ihre Leistungsgrenze gestoßen und zerfallen sind“, schildert Tokas den Zyklus, den viele Sportmannschaften durchlaufen. „Das gilt es jetzt bei uns zu verhindern und da helfen uns die Eigengewächse.“
Verletzungen bremsen SV Leonberg/Eltingen
Die zurückliegende Saison war für den SV Leonberg/Eltingen turbulent. Mit fünf Siegen in Serie hatte der SV stark begonnen. Doch Verletzungen von Schlüsselspielern und eine nachlassende Effizienz in der Offensive führten zu unnötigen Niederlagen. „Ich kann mich an keine Saison erinnern, in der eines meiner Teams sieben Niederlagen kassiert hat“, schildert Tokas. „Durch viele Verletzungen ist bei uns ein Bruch ins Spiel gekommen. Fünf Spiele haben wir knapp und unnötig verloren. Dadurch haben wir uns selbst um die Chance gebracht, um den Aufstieg spielen zu können.“
Dass man das Zeug dazu gehabt hätte, hinter dem Nonplusultra Zuffenhausen 89er zumindest auf Platz zwei die Saison abzuschließen, konnte man am letzten Spieltag unter Beweis stellen. Da siegte der SV beim Zweitplatzierten Schwäbisch Gmünd deutlich mit 76:53. Der Trainingsstart bei den Herren ist für nach Pfingsten angesetzt. Und vielleicht mischt bereits der ein oder andere junge Spieler mit, der im Individualtrainingscamp zu überzeugen wusste.
Neuzugänge helfen den TSV Malmsheim
Bei den Herren des TSV Malmsheim hat die Formkurve im Lauf der Landesliga-Saison deutlich nach oben gezeigt. Nachdem der Aufsteiger sich zunächst schwertat und sich in der Hinrunde nur drei Siege sichern konnte, wurden in der Winterpause mit Aufbauspieler Florian Meilands und dem Ex-Böblinger Christoph Lange zwei Schlüsselspieler nachverpflichtet.
„Die Nachverpflichtungen haben uns spielerisch sicher eine neue Qualität gebracht“, betont TSV-Trainer Manuel Martinez. „Aber wir mussten als Aufsteiger einfach eine gewisse Akklimatisierungsphase durchlaufen und uns an das höhere Niveau erst gewöhnen.“ In der Rückrunde hatte sich die Mannschaft gefunden und konnte sogar sechs Spiele in Serie gewinnen. Dank hoher Siege über Feuerbach und Esslingen schlossen die Malmsheimer die Spielzeit mit ausgeglichener Bilanz auf Rang vier ab.
Für die kommende Spielzeit soll der Kader in der Form zusammengehalten werden. Nur ein weiterer Aufbauspieler soll noch zum Team stoßen, da Florian Meilands dem TSV Malmsheim aus beruflichen Gründen wohl nur in der Rückrunde zur Verfügung stehen wird – aber das ist noch Zukunftsmusik. Denn der TSV hat mit dem BBW-Pokal in Söflingen noch ein Saisonhighlight vor sich. Am kommenden Samstag treffen die Malmsheimer auf Regionalligist KKK Haiterbach im Halbfinale. Die andere Semifinalpartie bestreiten Gastgeber Söflingen und PKF Titans Stuttgart.
Auch die TSV-Frauen stehen im Pokalturnier
Für das Finalturnier des BBW-Pokals haben sich auch die Frauen des TSV Malmsheim qualifiziert. Das Team von Trainerin Lisa Bonds trifft dabei auf Oberligist Steinenbronn Beasts. Der anderen Finalteilnehmer wird im Spiel zwischen Söflingen und den PKF Titans ermittelt. Auch wenn die beiden letzten Partien in der Regionalliga verloren wurden, blicken sie beim TSV stolz auf die erste Saison in der dritthöchsten Spielklasse zurück. Mit neun Siegen und elf Niederlagen schloss man die Spielzeit auf Rang sieben ab. „Wir haben als Aufsteiger von Beginn an auf dem höheren Niveau mithalten können, obwohl wir keine Neuzugänge hatten“, bringt es TSV-Trainerin Bonds auf den Punkt. „Einige Spiele haben wir knapp verloren und auch Lehrgeld zahlen müssen. Aber wir können stolz darauf sein, dass wir nie etwas mit dem Abstieg zu tun hatten.“
Ein Pokalsieg würde den krönenden Abschluss einer erfolgreichen Saison darstellen. Daher wurde nach dem letzten Spiel in der Regionalliga fleißig weitertrainiert. „Wir wollen im Pokal etwas reißen“, kündigt Lisa Bonds selbstbewusst an. Über die Zukunftspläne der einzelnen Spielerinnen wurde noch nicht gesprochen. „Erst nach dem Pokal setzen wir uns zusammen und besprechen, wie es weitergeht“, sagt Bonds. „Denn dann können wir die Saison auch gedanklich abschließen und den Blick nach vorne werfen.“ Und in der Abschlussbilanz vielleicht auch einen Pokalsieg vorweisen.