Christina Holler (2.v.r.): Malmsheim überzeugt vor allen Dingen im dritten Viertel mit starker kämpferischer Leistung. Foto: Andreas Gorr

Mit dem 67:46 (26:19)-Sieg bei der BSG Vaihingen-Sachsenheim klettern die Gerlinger Oberligafrauen auf den drittletzten Tabellenplatz. Das wird möglich durch den gleichzeitigen 50:34-Erfolg des TSV Malmsheim gegen Tamm/Bietigheim.

Renningen/Gerlingen - Nach dem zweiten Gerlinger Saisonerfolg sieht die Welt in der Oberliga für die KSG gleich viel freundlicher aus. Spielertrainerin Claudia Gutekunst atmete spürbar auf: „Das war doch jetzt mal ein Statement von uns, dass wir nicht ans Tabellenende gehören.“

TSV Malmsheim – BG Tamm/Bietigheim 50:34 (20:15) Das dritte Viertel war so recht nach dem Geschmack von Annett Hermann. Da drehten die Gastgeberinnen richtig auf, kämpften engagiert um jeden Ball. Fast noch mehr freute sich die Malmsheimer Trainerin aber über den Auftritt von Carolyn Poetsch. Die legte ein richtig gutes Spiel hin, war beste Korbjägerin mit 17 Punkten. Bezeichnend für ihren Einsatz: als sie im Angriff unter dem Korb gefoult wurde und am Boden lag, aber keinen Pfiff bekam, rappelte sie sich sofort wieder auf, erahnte den pass des Gegners und machte den Korb. Hermann: „Sie hat ein sensationelles Spiel hingelegt. Dass sie es kann, habe ich gewusst. Im Spiel konnte sie es bislang nur nicht umsetzen.“

In der Pause musste die Übungsleiterin aber dennoch ein bisschen energischer werden. Nach verhaltenem Start, der trotzdem zur 13:5-Führung reichte, schlich sich der Schlendrian ein. Die BG Tamm/Bietigheim kam bis zur Pause auf 15:22 heran und verkürzte zu Beginn des dritten Durchganges auf 20:22. Dann schaltete Malmsheim dem Turbo ein, machte von der 24. Minute an bis zum Ende des Viertels 18:4 Punkte und schaffte so die Vorentscheidung.

TSV Malmsheim: Aickelin (4), Bonds (6), Braun (2), Hauch (5), Hoffrichter, Holler (8), Mössinger, Poetsch (17), Rexer (6), Sroka (2).

BSG Vaihingen-Sachsenheim – KSG Gerlingen 46:67 (19:26)Im Kellerduell hat die KSG Gerlingen den größeren Willen gezeigt. Nachdem die Mannschaft kurz vor Saisonbeginn personell einen kleinen Aderlass zu verkraften hatte, greifen so langsam die Mechanismen im Angriff. „Was andere in der Vorbereitung machen konnten, mussten wir jetzt in der Runde nachholen“, sagt Spielertrainerin Claudia Gutekunst.

Im ersten Viertel setzten sich die Gäste gleich mit 14:5 ab. Als in der Abwehr von Manndeckung auf Zonenverteidigung umgestellt wurde, folgte ein kleiner Bruch. Vaihingen-Sachsenheim fand die Lücken und verkürzte. Noch im zweiten Durchgang kehrte die KSG wieder zum alten Abwehrsystem zurück und hatte zur Pause einen Sieben-Punkte-Vorsprung (26:19). In der Folge gelang es immer wieder die Schwestern Patricia und Rebecca Roller aus dem Spiel zu nehmen – ein Schlüssel zum am Ende sicheren Erfolg. Im dritten Viertel zog die KSG auf 49:27 davon und geriet in den letzten zehn Minuten dann nicht mehr in Gefahr.

KSG Gerlingen: Gutekunst (11), Kasakidou (3), Kaufmann (16), Nickl (13), Savic (12), Stürner, Wenzel (6), Zotzmann (6).

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