Die Pilotin Amelia Earheart, Malerin Frida Kahlo und die Mathematikerin Katherine Johnson sowie 15 weitere Frauen können künftig die Spielzimmer junger Mädchen schmücken. Foto: Barbie

Schluss mit blond, dünn, geschminkt? Zum Weltfrauentag überrascht Barbie mit einer Kollektion, die weibliche Idole abbildet. Auch eine deutsche Frau ist darunter.

Stuttgart - Seit ihrer Einführung im Jahr 1959 sorgt die Barbie-Puppe für Diskussionen. Die einen haben mit dem beliebten Kinderspielzeug den größten Teil ihrer Kindheit verbracht, während hingegen andere in die Röhre gucken mussten, da ihre Eltern keine Barbies im Haus sehen wollten. Das Spielzeug würde den jungen Mädchen ein falsches Bild vermitteln.

Zum Weltfrauentag soll dieser Eindruck geändert werden. Der Spielwarenhersteller Mattel, zu dem Barbie gehört, bringt 17 Puppen auf den Markt. Diese stellen verschiedene prominente Frauen dar. Unter ihnen ist auch die deutsch-iranische Modedesignerin Leyla Piedayesh. Sie flüchtete als Kind aus dem Iran nach Deutschland, wo sie mit ihrem Stricklabel Lala Berlin große Erfolge feierte.

Positive Reaktionen

In der Reihe „Inspiring Women“ sind Persönlichkeiten aus den verschiedensten Bereichen zu finden, über die Malerin Frida Kahlo, die Pilotin Amelia Earheart bis hin zu Wonder-Woman-Regisseurin Patty Jenkins. Damit möchte Barbie den jungen Mädchen ein neues Frauenbild vermitteln. Erst Ende 2017 sorgte Barbie für Schlagzeilen, als mit der amerikanischen Säbelfechterin Ibithaj Muhammed die erste Puppe mit Kopftuch auf den Markt kam.

In den sozialen Netzwerken stößt die Aktion auf positives Feedback, Viele User sehen darin ein starkes Zeichen. Unter dem Hashtag #MoreRoleModels können User mitteilen, welche Frauen sie noch gerne in dieser Edition sehen möchten.

Die Puppen, auch bekannt als „Sheros“ (Heldinnen) – eine Kombination aus „She“ und „Hereos“ – sind bisher nur in den USA erhältlich. Ob die Puppen auch in Deutschland verkauft werden, steht noch nicht fest.

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