Der Eltern-Kind-Bereich ist jetzt fast doppelt so groß wie bisher. Foto:  

In den Göppinger Barbarossa-Thermen sind die Umbauarbeiten der Baderarena so gut wie abgeschlossen. Das für 13 Millionen Euro neugestaltete Haus wird am nächsten Dienstag eröffnet.

Göppingen - An vielen Stellen, so viel ist sicher, wird noch bis zur allerletzten Minute – und wohl auch einige Zeit darüber hinaus – gewerkelt. Fest steht aber ebenfalls, dass die Göppinger Barbarossa-Thermen am nächsten Dienstag um 6.30 Uhr wieder öffnen. Nach 18-monatiger Bauzeit ist die „Attraktivierung und Neugestaltung“, so zumindest lautete der Arbeitstitel, den die Stadtwerke dem Projekt verpasst hatten, abgeschlossen.

Das ehemalige Stadtbad erstrahlt jetzt komplett in neuem Glanz, nachdem bereits im vergangenen Herbst die Modernisierung der Schwimmhalle abgeschlossen worden war. Dort wurde nicht nur ein Edelstahlbecken eingebaut und die frühere Tribüne zu einem Aufenthaltsbereich umgestaltet, sondern es wurden auch sämtliche Sanitärräume zeitgemäß umgebaut. Zudem musste als „unvorhersehbare Zusatzmaßnahme“, wie es der Stadtwerke-Chef Martin Bernhart ausdrückt, auch noch eine Betonsanierung durchgeführt werden. Diese habe zwar mit zwei Millionen Euro zu Buche geschlagen. „Dennoch konnten wir den Gesamtkostenrahmen von 13 Millionen Euro einhalten“, erklärt er mit einer großen Portion Stolz.

Zugleich wurden im ersten Bauabschnitt der Eingang und Teile des Umkleidetrakts abgerissen sowie ein Rohbau für die beiden, jetzt wesentlich großzügigeren Bereiche erstellt. Genutzt werden konnten die größten Teile des Bads und die Sauna-Welt den Winter über dennoch. Für die Zwischenphase wurde ein Provisorium aus Containern aufgestellt, sodass die Bauarbeiten ohne große Unterbrechung fortgesetzt werden konnten.

Kostenrahmen von 13 Millionen Euro – trotz Zusatzmaßnahme – eingehalten

Nun ist alles neu und großzügiger angelegt. Der Eltern-Kind-Bereich ist fast doppelt so groß wie bisher, stärker abgetrennt, mit einem eigenen Ruhebereich sowie mit diversen Spiel- und Planschgeräten ausgestattet. In den Umkleiden gibt es nun 550 statt nur 330 Schränke. Zudem ist die Badearena – vom Foyer mit seiner Kasseninsel bis in die Schwimmhalle hinein – barrierefrei. „Bis zur Eröffnung am Dienstag sind wir zu 95 Prozent fertig“, sagt Bernhart. „Zumindest drinnen können wir einen ordentlichen und sicheren Betrieb gewährleisten“, ergänzt der Leiter der Göppinger Bäder, Thomas Jäger. Draußen werde es hingegen noch ein bisschen dauern. Ein wenig Geduld wird wohl auch das neue Kassensystem erfordern: bei den Beschäftigten ebenso wie bei den Gästen der Barbarossa-Thermen.

Vom bisherigen Rückzahlsystem wird auf ein Nachzahlsystem umgestellt, bei dem zunächst stets der günstigste Tarif aufgebucht wird. Ein Transponderarmband ermöglicht im Anschluss einen bargeldlosen Zutritt zu allen Bereichen. Die entstehenden Mehrkosten müssen zum Schluss des Besuchs entrichtet werden. Während dieses System gleich mit der Eröffnung greift, bleiben die Eintrittspreise, zumindest vorerst stabil. „Wir wollen, nicht zuletzt auf Wunsch der Kundschaft zusätzliche Tarife, etwa für Schwimmer einführen“, betont Bernhart. Bis zu einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss bleibe jedoch alles wie gehabt.

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