Die deutschen Banken haben in den letzten Monaten viele Briefe an ihre Kunden mit einer wichtigen Information geschickt. Foto: shutterstock / fizkes

Die Banken haben ihren Kunden in den letzten Monaten mehrere Briefe mit einer wichtigen Informationen zugesandt. Warum man darauf jetzt schnell reagieren sollte.

Der Bundesgerichtshof hat Ende April das Verfahren, das Banken und Sparkassen seit Jahrzehnten für Preiserhöhungen und andere Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) anwenden, für unwirksam erklärt.

Der BGH kritisierte, dass Kreditinstitute AGB-Änderungen in der Vergangenheit den Kunden nur angekündigt und das Ausbleiben von Widerspruch als Zustimmung gewertet haben. Notwendig sei aber eine aktive Einwilligung, jedenfalls wenn es nicht nur um die Anpassung von Details gehe (Aktenzeichen: XI ZR 26/20).

Die Banken holen nun die Zustimmung zu ihren Kontomodellen ein

Zahlreiche Banken und Sparkassen verschicken gegenwärtig Kundenbriefe, in denen sie eine Zustimmung zu ihren Kontomodellen einfordern. Wer diese für die Zukunft nicht akzeptiert, muss mit einer Kündigung des Kontos rechnen – darauf wird in allen unserer Zeitung vorliegenden Schreiben mehr oder weniger deutlich hingewiesen. In den Briefen stellen die Banken ihren Kunden oft vor die Wahl der Zustimmung oder es droht eine Kündigung des Kontos mit Wirkung zum 1. Oktober. Kontoinhaber haben also Zeit bis zum Donnerstag, dem 30. September, der Bank eine Rückmeldung zu geben.

Was sollte man jetzt machen?

Die Banken haben ihren Kunden in den letzten Monaten mehrere Briefe mit Informationen zugesandt. Diese Korrespondenz sollte noch mal geprüft werden, denn je nach Anbieter gibt es verschiedene Wege, die Zustimmung zu erteilen. Auch mit einem Anruf bei der Bank lassen sich noch offene Fragen klären. 

  
BGH
  
Banken