Die Männer waren wohl bereits im Zug aneinandergeraten (Symbolbild). Foto: Imago/Arnulf Hettrich

Der Bahnhof Bietigheim-Bissingen musste am Mittwoch gesperrt werden, nachdem ein Streit dreier Männer eskaliert ist. Ein 36-Jähriger wurde – teils sogar auf den Gleisen – verprügelt.

Der Bahnhof in Bietigheim-Bissingen musste am Mittwochnachmittag kurzzeitig gesperrt werden, nachdem es am Bahnsteig zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Der Streit verlagerte sich zeitweise in den Gleisbereich, weshalb die S-Bahnen in Ludwigsburg stoppen mussten.

 

Mit Schlägen und Tritten attackiert

Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilt, war ein 36-jähriger Fahrgast von zwei Unbekannten angegriffen und verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die drei Männer kurz zuvor, gegen 16.05 Uhr, in einem Zug aus Stuttgart kommend in Streit miteinander geraten. Beim Ausstieg in Bietigheim sollen die beiden Unbekannten ihren Kontrahenten dann unvermittelt mit Schlägen und Tritten attackiert haben.

Die Auseinandersetzung verlagerte sich nach derzeitigem Kenntnisstand kurzzeitig auf die Gleise, woraufhin die Sperrung des Bahnhofs von etwa 16.07 bis 16.14 Uhr erfolgte. Nachdem sich alle Beteiligten wieder aus dem Gleisbereich heraus begeben hatten, liefen die beiden Angreifer in unbekannte Richtung davon. Bei ihnen handelt es sich wohl um etwa 20 Jahre alte Männer, wobei einer von ihnen eine beige Jacke sowie eine Sturmhaube trug. Der Zweite soll einen schwarzen Pullover mit der Aufschrift „miomio“ getragen haben.

Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung

Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei trafen nur noch den 36-Jährigen vor Ort an, der Verletzungen im Gesicht erlitten hatte. Er wurde vor Ort von Rettungssanitätern versorgt. Die zuständige Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet und sucht in diesem Zusammenhang nun Zeugen, die Hinweise zu dem Streit oder den beiden Unbekannten geben können. Sie werden gebeten, sich unter Telefon 0711/55049-1020 oder bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de zu melden.