Taschenaschenbecher aus recyceltem Plastik Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Deutsche Bahn und das Cleanup Netzwerk wollen mit einer Kampagne für mehr Sauberkeit an den Bahnhöfen sorgen – und dies mit klaren Botschaften für Raucher, die ihre Kippen einfach auf den Boden werfen.

Stuttgart - Eine einzige Zigarettenkippe verunreinigt bis zu 40 Liter Grundwasser.“ Diesen Satz können Fahrgäste der Deutschen Bahn im Bahnhof Bad Cannstatt neuerdings lesen, wenn sie auf ihre Füße schauen. Mit großen orangefarbigen Bodenstickern und auf Plakaten wird dort für mehr Sauberkeit im Gebäude und auf den Bahnsteigen geworben. Die Botschaften sind Teil einer Sensibilisierungskampagne, die das in Stuttgart gegründete Cleanup Network in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn auf den Weg bringen will.

„Um Fahrgäste zu motivieren, Zigarettenkippen nicht einfach wegzuwerfen, haben wir auch 60 Aschenbecher an insgesamt 13 S-Bahn-Stationen in Stuttgart angebracht“, sagt Nikolaus Hebding am Freitag am Cannstatter Bahnhof. Begleitend sind Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sillenbuch im Rahmen einer Seminararbeit mit Fahrgästen der Bahn ins Gespräch gekommen, um auf das Problem der giftigen Kippen und das Wegwerfen von Einwegbechern aufmerksam zu machen. Außerdem wurden Taschenaschenbecher aus recyceltem Plastik verteilt. Hinter dem Cleanup Network stehen die beiden Gründer Lisa Riffel und Thomas Venugopal aus Stuttgart, die ein deutschlandweites Netzwerk von engagierten Bürgern geknüpft haben, die aktiv für eine saubere Umwelt eintreten wollen. „Ich will etwas gegen die Vermüllung vor der eigenen Haustüre unternehmen“, sagt Venugopal. Der 37-jährige Webdesigner kündigte an, dass er noch in diesem Jahr alle in Stuttgart aktiven Parteien dafür gewinnen will, an einer Reinigungsaktion teilzunehmen.

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