Leo-Vetter-Bad: kopfüber ins Vergnügen Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Ein Besuch im Hallenbad ist für Stuttgarter Familien recht preisgünstig. Wer aber auf Gastronomie und Wellness Wert legt, muss tiefer in die Tasche greifen. Wir haben das Leo-Vetter-Bad und das Leuze miteinander verglichen.

S-Ost -

Viele Familien zieht es am Wochenende in eines der städtischen Hallenbäder. Schließlich kann man ja nicht immer auf den Spielplatz oder in den Zoo gehen. Und der Nachwuchs will sich an den freien Tagen nicht langweilen, sondern erwartet ein gewisses Unterhaltungsprogramm. Doch je nach dem, für welches Bad man sich entscheidet, kann es ganz unterschiedlich teuer werden. Das gilt auch für die Hallenbäder im Stuttgarter Osten, von denen das Bad Berg derzeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist.

Wer einfach ein bisschen schwimmen und planschen will und dabei nicht viele Extras braucht, kann sich als Erwachsener für 4,50 Euro den ganzen Tag im Leo-Vetter-Bad vergnügen. Kinder bis einschließlich sechs Jahre bezahlen keinen Eintritt und für Kinder und Jugendliche von sieben bis 17 Jahren werden bei unbegrenzter Badezeit 2,70 Euro fällig. Eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern bezahlt also – je nach Alter der Kinder – zwischen neun und 14,40 Euro für den Badespaß.

Das Leo Vetter hat keine Gastronomie

Das Leo-Vetter-Bad bietet seinen Gästen ein 25 Meter langes Mehrzweckbecken mit Springerbecken sowie ein Nichtschwimmerbecken. Es gibt Sprungbretter mit einem und drei Metern Höhe und eine Kletterwand im Wasser. Bei schönem Wetter kann man es sich auch auf der Sonnenwiese gemütlich machen oder sich auf dem Spielplatz, dem Streetballfeld, am Tischkicker oder beim Tischtennis auspowern. Wer dann aber hungrig wird und kein eigenes Essen dabei hat, hat aber ein Problem. Denn eine Gastronomie gibt es im Leo-Vetter-Bad nicht.

Das sieht im Leuze anders aus. Hier haben die Badegäste eine große Auswahl an kulinarischen Leckerbissen: In der Gastronomie „Donna Aqua“ gibt es eine Wochenkarte, frische Salate, ein Frühstücksangebot, deftige Hauptgerichte, Snacks, Kindergerichte sowie Heiß- und Kaltgetränke. Auch das Badeangebot ist im Leuze größer als im Leo-Vetter-Bad: Das Mineralbad bietet mit seinem kombinierten Hallen- und Freibad insgesamt neun Mineralbecken mit knapp 1800 Quadratmetern Wasserfläche. Es gibt Wasserspiele vom Wasserfall bis zum Strömungskanal, eine Mineralwasser-Kneippanlage, eine Saunalandschaft, Solarien, Sport- und Spielplätze. Im Kinderland können sich die kleinen Gäste bis zu einem Alter von sieben Jahren austoben. Hier gibt es ein Planschbecken für Kleinkinder, ein Nichtschwimmerbecken, zahlreiche Wasserspiele, eine Wasserrutsche, Fontänen und Unterwasserscheinwerfer. Auch an kindgerechte Duschen und Sanitäreinrichtungen wurde gedacht.

Kostspielige Extras im Leuze

Doch all diese Angebote haben auch ihren Preis: Im Leuze zahlt ein Erwachsener für drei Stunden Badezeit 12,50 Euro, für den ganzen Tag kostet der Badespaß 17,60 Euro. Für Kinder zwischen sieben und 13 Jahren liegt der Eintritt bei unbegrenzter Badezeit bei 9,10 Euro, Jugendliche von 14 bis 17 Jahren werden mit 12,80 Euro zur Kasse gebeten. Je nach Alter der Sprösslinge bezahlt eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern für einen vollen Badetag also zwischen 35,20 Euro und 60,80 Euro Eintritt. Gönnt sich Mama dann noch eine 30-minütige Fußreflexzonenmassage, sind weitere 28 Euro fällig. Und wer zum Mittagessen ins Leuze-eigene Restaurant geht, muss natürlich auch noch das Kinderschnitzel, die Pommes oder die Apfelschorle dazurechnen.

Ein Sonntag im Hallenbad kann eine Stuttgarter Familie also schnell um die 100 Euro kosten. Wer seine Verpflegung selbst mitbringt, kann sich aber auch für weniger als 15 Euro den ganzen Tag im Wasser vergnügen. Man muss nur wissen, worauf man Wert legt – und es muss einem klar sein, dass ein größeres Angebot eben auch mehr kostet.

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