Erstmals seit Corona kann das Gärtringer Freibad wieder an sieben Tage die Woche öffnen. Dafür hat sich die Personalabteilung im Rathaus voll ins Zeug gelegt. Und nicht nur die.
Vom Corona-Schock hat sich das Gärtringer Freibad noch nicht erholt, das zeigte der Bericht, den die stellvertretende Kämmerin Hildegard Wieland im Gärtringer Verwaltungsausschuss vorstellte.
Waren es im Jahr 2019 über 60 000 Besucher pro Saison gewesen, fiel die Anzahl der Badegäste in den Jahren 2023 und 2024 jeweils auf knapp 30 000 Besucher, also rund die Hälfte.
Zwangspause im Bad?
Der Hauptgrund für den Besucherrückgang war der Personalmangel, der das Bad in den letzten beiden Jahren zu tageweisen Schließungen zwang. Nachdem nun alle Stellen wieder besetzt sind, wird das Bad in der kommenden Saison erstmals seit der Pandemie wieder sieben Tage die Woche offen haben, berichtete Hildegard Wieland.
Aber nicht nur die Personalabteilung hat sich ins Zeug gelegt. Auch die Handwerker haben alles dafür getan, dass das neue Badhäuschen rechtzeitig zur kommenden Saison fertig wird.
Das neue Gebäude bietet eine Unterstellfläche bei Gewittern, beherbergt Umkleidekabinen und Schließfächer, sowie einen E-Bike-Raum mit der Möglichkeit, die Akkus aufzuladen. Mittlerweile verfügt das Bad über drei Einlässe, so dürfte es auch an sonnigen Sommertagen nicht allzu lange Schlangen geben.
Förderverein spendet 50 000 Euro
Wer eine Zehner- und eine Saisonkarte hat, kann jetzt selbstständig scannen und eintreten, wer eine Einzelkarte braucht, der kann jetzt auch mit der EC-Karte zahlen. Viele Besucher werden sich über die Radabstellanlage freuen mit Platz für rund 100 Fahrrädern, die man über eine Rampe erreichen kann.
Damit will die Verwaltung verhindern, dass die Fahrräder wild den Eingang zuparken. Denn dieser Bereich ist als Abstellfläche für die Fahrzeuge der Feuerwehr reserviert. Bequemer haben es jetzt die Mitarbeiter der Leiterin Sarah-Christin Hetke: Es gibt einen neuen Personal-Sozialraum und eine neue Personalumkleide.
Der Spielplatz hat neue Geräte
Ins Zeug gelegt hat sich auch der Freibad-Förderverein. Nicht nur, weil er die Blumenbeete des Freibads pflegte und bepflanzte, sondern vor allem, weil er mit einer großen Spende von 50 000 Euro die Geräte des neuen Spielplatzes sponserte, sowie Sonnenliegen und drei Sonnenschirme spendete.
Rund 2,4 Millionen Euro investiert
Zahlen wurden dem Verwaltungsausschuss auch genannt. Die Gemeinde hat für die Umbauten des Freibades in den letzen Jahren rund 2,4 Millionen Euro investiert, der jährliche Zuschussbedarf lag 2024 bei rund 475 000 Euro.