Der baden-württembergische FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke. Foto: dpa/Felix Kästle

Nach den Landtagswahlen im Südwesten könnte sich der FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke unter Umständen auch auf Bundesebene eine Koalition der Liberalen mit den Grünen vorstellen.

Stuttgart - Der baden-württembergische FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke könnte sich unter Umständen auf Bundesebene eine Koalition der Liberalen mit den Grünen vorstellen. Allerdings müsste sich die Bundespolitik der grünen Partei dann dem baden-württembergischen Stil von Ministerpräsident Winfried Kretschmann annähern. „Wenn’s auf Bundesebene der Grünen mehr Kretschmann und weniger Trittin und Hofreiter gäbe, dann könnte ich mir das vorstellen“, sagte Rülke am Montag in Berlin. Der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin habe die baden-württembergischen Grünen einst als „skurrile Waldschrate“ bezeichnet. „Mit dem, was Jürgen Trittin als skurrile Waldschrate versteht, können wir zusammenarbeiten“, sagte Rülke.

Rülke warb nach dem Stimmenzuwachs der Liberalen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erneut für seine Partei als künftigen Koalitionspartner der Grünen. „Wir haben deutlich gemacht, dass die Zeiten der Lager vorbei sind“, sagte Rülke. „Und es gibt zwei Wahlsieger: Die Grünen und den Ministerpräsidenten und die FDP, alle anderen haben verloren.“ Deshalb sei die FDP bereit, Verantwortung zu übernehmen unabhängig von der Farbenlehre.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann habe die FDP für den kommenden Freitag zu Gesprächen eingeladen. „Wir werden den Führungsgremien der Landespartei empfehlen, diese Einladung anzunehmen“, sagte Rülke.

Nach dem vorläufigen Ergebnis haben sich die Liberalen bei der Wahl in Baden-Württemberg von 8,3 auf 10,5 Prozent verbessert. Im Südwesten könnte die FDP Teil einer Ampelkoalition mit Grünen und SPD werden.

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