Leere Strandliegen sind in diesem Sommer in der Türkei kaum noch zu finden. Foto: dpa

Die Reisebranche freut sich über den Aufschwung der Türkei in diesem Sommer. Vor allem bei Paaren und Familien verzeichnen die Veranstalter hohe Zuwachsraten.

Berlin - Die Türkei gehört in diesem Sommer wieder zu den beliebtesten Reiseländern der Deutschen. Bei den Baden-Württembergern liegt es nach Spanien und Griechenland auf Platz drei – das geht aus einer Analyse des Reiskonzerns Tui hervor.

Nach der schweren touristischen Krise vor drei Jahren, als die Gästezahlen um 30 Prozent eingebrochen waren, ist die Reisebranche wieder optimistisch gestimmt. „Das Land ist auf dem besten Weg zu alten Rekorden und verzeichnet hohe zweistellige Zuwachsraten“, heißt es bei Tui. Auch Öger Tours zeigt sich sehr zufrieden, über 75 Prozent des Türkei-Angebots seien verkauft. Beim Veranstalter FTI heißt es, im Vergleich zum Vorjahr seien die Gästezahlen zweistellig gewachsen. Vor allem bei Paaren und Familien ist die Türkei beliebt.

Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Dass das Land wieder so stark Urlauber anzieht, überrascht ein wenig, denn an der politischen Lage hat sich nichts geändert. Doch die Türkei sei nicht mehr so im Fokus der Medien, erklärt Songül Göktas-Rosati, Chefin von Öger Tours, den touristischen Aufschwung. Dazu komme das gute Preis-Leistungsverhältnis. „Weil viele Urlauber in den vergangenen Jahren lieber Spanien und Griechenland buchten, sind die Preise dort gestiegen während sie in der Türkei sanken“, erklärt Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbands (DRV). Eine Woche All inclusive an der türkischen Küste ist zurzeit für Kurzentschlossene für unter 400 Euro buchbar, an der Costa Brava muss man dagegen mit Preisen ab 700 Euro rechnen.

Was die Sicherheit angeht, „gibt es keine neue Lageeinschätzung. In den touristischen Zentren herrscht keine Bedrohungslage“, so Schäfer. Das Auswärtige Amt hatte zuletzt im Juni seine Hinweise aktualisiert. Die Behörde rät Reisenden weiterhin, „sich von politischen Veranstaltungen, Kundgebungen und von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten“.

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