Der Anstieg der Arbeitslosen im Juli ist nicht ungewöhnlich. Foto: dpa

Zum Ende des Ausbildungsjahrs erhöht sich die Arbeitslosigkeit leicht. Die wirtschaftliche Flaute kommt langsam bei den Unternehmen und somit auf dem Jobmarkt an.

Stuttgart - Mit Start der Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg im Juli wieder etwas angestiegen. Ende des Monats waren exakt 193.897 Menschen ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.

Das waren 2 Prozent mehr als im Juni und 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,1 Prozent. Der Anstieg ist nicht ungewöhnlich, weil jedes Jahr im Juli viele Ausbildungs- und Arbeitsverträge auslaufen. Zugleich macht sich laut Arbeitsagentur die abflauende Konjunktur bemerkbar.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, an dieser Entwicklung werde deutlich, dass die infolge der internationalen Handelskonflikte zurückgenommenen Wachstumserwartungen nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorübergingen.

Optimistischer Blick auf die kommenden Monate

„Der Arbeitsmarkt konsolidiert sich auf hohem Niveau“, kommentierte der Chef der Regionaldirektion, Christian Rauch, die Entwicklung. Er wies zugleich auf einen Fachkräftemangel etwa im Bereich der Pflege oder Softwareentwicklung hin. „Hier sehen wir die Chance, durch gezielte Aus- und Weiterbildungsberatung sowie Qualifizierungsmaßnahmen Arbeitslose wie Betriebe zu unterstützen.“

Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen lag im Juli bei 2,6 Prozent. Die Arbeitgeber meldeten im Südwesten 24.390 neue offene Stellen. Ende Juli gab es insgesamt 111.357 offene Stellen. Dies seien 5,8 Prozent weniger gewesen als vor einem Jahr, hieß es von der Arbeitsagentur. Die Wirtschaftsministerin sagte weiter, angesichts der hohen Zahl der gemeldeten offenen Stellen blicke sie weiterhin optimistisch auf die Entwicklung in den kommenden Monaten.

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