Wildschweine können den Hasenpest-Erreger in sich tragen, wie der Fall aus Heidenheim zeigt. (Symbolbild) Foto: dpa

Bei einem verendeten Wildschwein im Landkreis Heidenheim ist der Hasenpest-Erreger nachgewiesen worden. Tularämie kann beim Menschen schwere Infektionen auslösen.

Heidenheim - Bei einem verendeten Wildschwein ist im Landkreis Heidenheim der Hasenpest-Erreger festgestellt worden. Er sei zwar nicht ursächlich für den Tod gewesen, dennoch sei Vorsicht geboten, warnte das Landratsamt.

Der Erreger könne durch Kontakt mit infizierten Tieren oder auch durch das Einatmen von erregerhaltigen Stäuben (Aerosolen) auf den Menschen übertragen werden. Außer bei dem Wildschwein seien in der Heidenheimer Region bislang aber keine anderen Fälle von Hasenpest (Tularämie) bekannt geworden, hieß es am Dienstag beim Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz.

Schwere Infektionen beim Menschen möglich

Tularämie ist eine bakterielle Erkrankung. Sie kommt vor allem bei Wildtieren vor, aber auch Haustiere können infiziert werden. Beim Menschen kann der Erreger zu schweren Allgemeininfektionen, Hautgeschwüren und Augenentzündung führen. Im Oktober war der Tularämie-Erreger bei einem toten Feldhasen im Ostalbkreis festgestellt worden.

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