Bislang wurden im Südwesten nur Luchsmännchen nachgewiesen. Foto: dpa

In Baden-Württemberg konnte wieder einem Luchs ein Halsband mit Sender umgelegt werden, um damit Daten an die Wissenschaft zu senden.

Stuttgart/Sigmaringen - In Baden-Württemberg sendet ein Luchs wieder Daten an die Wissenschaft. In der Nacht zum Mittwoch sei es gelungen, ein männliches Tier im oberen Donautal im Landkreis Sigmaringen zu fangen und ihm ein Halsband mit Sender umzulegen, teilte Agrarminister Peter Hauk (CDU) am Freitag in Stuttgart mit.

Damit lassen sich voraussichtlich zwei Jahre lang die Wanderungen der äußerst scheuen Raubkatze verfolgen. In der Vergangenheit waren mehrfach Luchse mit Sendern ausgestattet worden. Derzeit ist Lias, der den wissenschaftlichen Namen B600 trägt, aber der einzige Luchs, der in Baden-Württemberg besendert wurde und dessen Gerät aktiv ist.

Lias war von der südwestlichen Schweizer Jura bis nach Baden-Württemberg gewandert. Bislang wurden im Südwesten nur Luchsmännchen nachgewiesen, aber keine Weibchen. Auf der Suche nach Luchsinnen müsste sich Lias wieder in Richtung Schweiz bewegen. Vor allem junge Luchsmännchen legen in der Regel große Strecken zurück.