Leni Breymaier soll die Genossen im Südwesten wieder ans Licht führen. Foto: dpa

Die SPD Baden-Württemberg sucht mit Leni Breymaier den Weg aus der tiefen Krise. Und ganz neue Wege? Breymaier will ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl nicht ausschließen.

Pforzheim - Baden-Württembergs SPD-Chefin Leni Breymaier will ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl nicht von vornherein ausschließen. „Was ich in den vergangenen Jahren für falsch gehalten habe war, dass wir eine Koalition mit der Linkspartei völlig ausgeschlossen haben“, sagte Breymaier der „Pforzheimer Zeitung“ (Mittwoch). „Aber es ist nicht so, dass ich jetzt unterwegs bin und für ein rot-rot-grünes Bündnis trommle.“ Erst einmal mache sie Wahlkampf für eine starke SPD. Dann müsse man sehen, was man mit wem umsetzen könne.

Breymaier war im Oktober an die Spitze der Südwest-SPD gewählt geworden und sieht nun für sich und ihre Generalsekretärin Luisa Boos eine andere Rollenverteilung als bei ihren Vorgängern. „Wir hatten einen Landesvorsitzenden, der gleichzeitig Finanz- und Wirtschaftsminister war. Und dadurch auch ein bisschen staatstragend unterwegs“, erklärte sie. „Da hatte die Generalsekretärin durchaus die Aufgabe, ein Stück weit die Wadenbeißerin zu spielen. Aber die gedenke ich künftig selber zu sein.“

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