Zwei Segelflieger kollidieren im Zollernalbkreis in der Luft. Trümmerteile verletzten Kinder. Foto: dpa

Zwei Segelflieger kollidieren bei Hausen im Tamm in der Luft. Die herunterfallenden Trümmerteile verletzen Kinder, die auf dem Gelände einer Jugendherberge spielen. Die Piloten können sich retten.

Hausen am Tann - Beim Zusammenstoß von zwei Segelflugzeugen in der Luft unweit von Hausen am Tann (Zollernalbkreis) sind Schüler nur knapp einer Katastrophe entgangen. Als die Wrackteile herunterstürzten, waren Schüler draußen auf dem Gelände einer Jugendherberge und spielten, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch mitteilte. Ein paar Teile seien auch in der Nähe der Jugendherberge heruntergefallen. Die jungen Leute im Alter von 10 zehn bis 17 Jahren beobachteten den Vorgang und flüchteten.

Ein 16-Jähriger sei wohl von einem kleinen Trümmerteil getroffen worden, teilte der Sprecher weiter mit. Zwei weitere Schüler seien beim Weglaufen gestürzt. Alle drei seien nur leicht verletzt worden. Die beiden Segelflieger waren am Dienstag zusammengestoßen.

Die Piloten können sich retten

Die zwei Piloten im Alter von 30 Jahren und 50 Jahren und ein Fluggast konnten sich mit Fallschirmen retten. Große Trümmerteile der Flugzeuge gingen direkt neben der Landstraße 440 nieder. Der Schaden wurde auf 200 000 Euro geschätzt. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Es wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Luftverkehrs aufgenommen.

Ende April war in Obersontheim (Kreis Schwäbisch Hall) ein Ultraleichtflugzeug abgestürzt. Der 66 Jahre alte Pilot kam ums Leben. Der dortige Absturz war bereits der zweite tödliche Flugunfall in der Region innerhalb kurzer Zeit. Nahe Schwäbisch Hall waren ein Sportflugzeug und ein Ultraleichtflugzeug in der Luft zusammengeprallt. Beide Piloten kamen ums Leben.

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