Baden-Württemberg Nächste Hitzewelle im Anmarsch - bis zu 37 Grad erwartet

Von red/dpa/lsw 

Zum Wochenstart soll es bis zu 37 Grad heiß werden. Foto: Lichtgut - Oliver Willikonsky
Zum Wochenstart soll es bis zu 37 Grad heiß werden. Foto: Lichtgut - Oliver Willikonsky

Am Wochenende gab es stellenweise kräftige Regengüsse, doch andernorts blieb es knochentrocken. So richtig abgekühlt hat es jedenfalls nicht, da melden die Meteorologen schon die nächste Hitzewelle.

Stuttgart - Nach einem kurzen Intermezzo mit Schauern und Gewittern kommt der Hochsommer zu Wochenbeginn mit voller Kraft zurück in den Südwesten. „Es geht weiter mit dem heißem Wetter“, sagte die Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Sarah Jäger, am Sonntag in Stuttgart. Zuvor hatten am Wochenende einzelne Gewitterschauer kaum für Abkühlung gesorgt. Die Waldbrandgefahr bleibt daher laut DWD vor allem im Nordosten Baden-Württembergs vorerst hoch. Erst ab Mittwoch sei erneut mit einzelnen Schauern und Gewittern zu rechnen, hieß es.

Schon zum Wochenstart sollen am Thermometer wieder Spitzenwerte von bis zu 37 Grad erreicht werden, zum Beispiel an der Tauber und am Rhein. Dabei scheint laut den Meteorologen am Montag verbreitet die Sonne. Nur über dem Bergland sei mit ein paar Quellwolken zu rechnen. Ähnlich heiß soll es am Dienstag weitergehen. „Da ist kaum eine Wolke am Himmel“, prognostizierte Jäger.

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Kaltfront brachte an wenigen Orten echte Abkühlung

Bei schwülwarmen Temperaturen hatte der Sommer am Wochenende vielen eingeheizt. Bei Sonnenschein füllten sich Biergärten und Straßencafés, auch zahlreiche Freiluftsportler waren unterwegs.

Zu einem tödlichem Badeunfall kam es am Rhein nahe Murg (Kreis Waldshut). Ein 38-Jähriger war am Freitag gestorben, als er versuchte, den Strom zu durchschwimmen, wie die Polizei am Wochenende mitteilte. Bei einem weiteren Badeunfall an einem Baggersee bei Friesenheim im Ortenaukreis wurde ein 61-Jähriger am Samstag laut Polizei schwer verletzt.

Zwischenzeitlich hatte eine Kaltfront am Wochenende Gewitter und Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in den Südwesten gebracht. Laut DWD fielen etwa an der Wetterstation in Rheinau (Ortenaukreis) am Samstag 33 Liter Regen innerhalb kurzer Zeit. Doch nicht jeden Ort traf das Nass und so sorgte der Regen kaum für richtige Abkühlung. Wegen der Trockenheit bleibt die Waldbrandgefahr im Südwesten daher vorerst hoch. „Da hat auch der Regen vom Wochenende nichts genützt“, sagte Meteorologin Jäger.

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Professor bemängelt mangelnde Prävention bei Waldbränden

Der Freiburger Professor für Feuerökologie, Johann Georg Goldammer, bemängelte, dass Deutschland für größere Wald- und Landschaftsbrände nicht ausreichend gewappnet sei. „Wir bräuchten eine dem Technischen Hilfswerk vergleichbare Einrichtung zur Feuerbekämpfung und zur Bewältigung anderer Katastrophenlagen auf Bundesebene“, sagte der Professor der Universität Freiburg, der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Samstag). Bisher habe es kein Bundesland für nötig erachtet, ein eigenes Löschflugzeug anzuschaffen und auch der Bund habe keine entsprechenden Kompetenzen, sagte er.

Doch das Hochsommerwetter hat auch Positives: Wegen der anhaltenden Trockenheit sind nach Einschätzung von Fachleuten in diesem Jahr deutlich weniger Stechmücken unterwegs. „Im Moment gibt es so gut wie keine Mücken“, sagte der Biologe Dirk Reichle von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) dem „Südkurier“ (Samstag). Die Brutstätten am Oberrhein seien nach dem höchsten Wasserstand Mitte Juni mittlerweile knochentrocken, hieß es.

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