Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bietet Betrieben eine kostenlose Beratung durch Experten an. (Archivbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern können sich ab Freitag kostenlos vom Experten beraten lassen, ob ihre Firma Fördergelder vom Land erhalten kann. Baden-Württemberg nimmt für die Beratung zwei Millionen Euro in die Hand.

Stuttgart - Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern können von Freitag an kostenlos eine Beratung des Landes in Anspruch nehmen. Experten sollen ihnen dabei helfen, die Krise bestmöglich zu überstehen. „Viele Unternehmer und Selbstständige sehen sich in ihrer Existenz bedroht“, sagt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Donnerstag in Stuttgart. Mit der Beratung wolle man ihnen zur Seite stehen.

Dabei gehe es beispielsweise darum, wie die eigene unternehmerische Lage zu bewerten sei, welche Fördermöglichkeiten es gebe und welche Strategie dabei helfen könne, die Krise zu überwinden. Die Unternehmen könnten bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen. „Gemeinsam mit den vom Land finanzierten Beratern können die Betriebe auch eine Liquiditätsplanung durchführen und sich auf anstehende Gespräche mit Banken vorbereiten“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen

Für die „Krisenberatung Corona“ wurden das Rationalisierungs- und Innovationszentrum Baden-Württemberg (RKW), die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM), die Beratung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga und die Unternehmensberatung des Handelsverbands Baden-Württemberg beauftragt. Ziel sei es, die verschiedenen Branchen passend zu unterstützen, da Corona je nach Branche andere Auswirkungen habe.

Betroffene Unternehmen können sich direkt dorthin wenden; bei einem Erstgespräch werden dann Fördervoraussetzungen abgeklärt, der Beratungsbedarf analysiert und ein geeigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt. Die Krisenberatung soll zunächst mit rund zwei Millionen Euro finanziert werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: