Baden-Württemberg Hagel und Starkregen - Es drohen weitere Unwetter

Von red/dpa/lsw 

Vollgelaufene Keller, Brände, Flugausfälle und umgestürzte Bäume: Unwetter sorgen in Teilen des Südwestens für Probleme. Mehrere Menschen werden verletzt. Und es bahnt sich neues Übel an.

Stuttgart - Nach heftigen Gewittern mit Verletzten und Bränden stehen dem Südwesten am Wochenende neue Unwetter bevor. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Stuttgart mitteilte, ist in einigen Gebieten heftiger Starkregen mit 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich - ebenso wie Hagel mit Körnergrößen um drei Zentimeter und Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometern. Die Meteorologen warnten auch vor Blitzschlag. Durch Überflutungen könne es außerdem Verkehrsbehinderungen geben.

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Am Freitagabend zog über den nördlichen Teil des Kreises Karlsruhe ein heftiges Unwetter mit Starkregen hinweg. Keller liefen voll, Wasser stand auf den Straßen. Die Feuerwehr wurde außerdem zu einem Wassereinbruch in einen Supermarkt in Kraichtal gerufen. Am Ort habe sich die Situation aber als nicht so sehr dramatisch herausgestellt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Karlsruhe. Das Wasser habe etwa drei bis fünf Zentimeter hoch gestanden. Noch am späten Abend konnte der Einsatz in dem Supermarkt beendet werden.

Tödliche Unfälle in Baden-Württemberg

Im Kreis Ravensburg verunglückte eine Motorradfahrerin im Starkregen tödlich. Nach Angaben der Polizei war die 49-Jährige in einer Motorradgruppe bei Amtzell unterwegs gewesen. Bei plötzlich einsetzendem starken Regen verlor sie demnach die Kontrolle über ihre Maschine und stürzte auf die Fahrbahn. Dabei zog sie sich so schwere innere Verletzungen zu, dass sie starb.

Bei Bodman-Ludwigshafen im Kreis Konstanz kam es bei heftigem Regen ebenfalls zu einem schweren Unfall. Ein 21 Jahre alter Autofahrer geriet auf der Bundesstraße 31 ins Schleudern, touchierte einen Lastwagen und krachte schließlich gegen zwei entgegenkommende Autos. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt, einer erlitt leichte Verletzungen. Vermutlich war der 21-Jährige auf der regennassen Fahrbahn zu schnell unterwegs gewesen.

Erste Unwetter bereits am Donnerstag

In Au am Rhein (Landkreis Rastatt) schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Der Dachstuhl ging am Abend in Flammen auf. Es entstand ein Schaden von rund 300 000 Euro. Verletzte gab es nicht.

Bereits am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag waren Unwetter über Teile des Landes gezogen und hatten für Unfälle mit Verletzten, Verkehrsbehinderungen, Brände, vollgelaufene Keller und Flugausfälle gesorgt.

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