Die Zahl der Schweinebauern nimmt immer weiter ab. Laut Bauernverband müssen rund 100 Betriebe in Baden-Württemberg dichtmachen. Die Gründe dafür.
Der Landesbauernverband sorgt sich um die Zukunft der Schweinezucht im Südwesten. Jährlich gingen etwa 100 Ferkelzucht-Betriebe verloren, derzeit gebe es noch 700, sagte eine Verbandssprecherin. „Im Land können wir so den Ferkelbedarf für die Mast schon lange nicht mehr decken.“
Doch wo liegen die Preise für ein Tier und was ist das Problem? Der Ferkelpreis liege derzeit bei rund 62 Euro, nötig für die Betriebe wären aber 80 bis 110 Euro, so die Sprecherin. Die gestiegenen Strom- und Gaspreise seien hier noch gar nicht eingepreist.
Der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch in Baden-Württemberg liege bei 45 Prozent, deutschlandweit liege er bei 130 Prozent. In den vergangenen Jahren habe es einen Strukturbruch gegeben, die Anzahl der Betriebe mit Ferkelzucht habe 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent abgenommen.