In der Bildungspolitik gibt es einige Baustellen Foto: dpa

 Kultusminister Andreas Stoch muss sich auch im neuen Schuljahr auf heftigen Gegenwind einstellen. GEW-Landeschefin Doro Moritz forderte, bis 2020 auf Stellenabbau zu verzichten. Wir listen die sechs wichtigsten Baustellen in der Bildungspolitik auf.

Stuttgart - Kultusminister Andreas Stoch muss sich auch im neuen Schuljahr auf heftigen Gegenwind einstellen. GEW-Landeschefin Doro Moritz forderte, bis 2020 auf Stellenabbau zu verzichten. Wir listen die sechs wichtigsten Baustellen in der Bildungspolitik auf.

Lehrerstellen - Schülerzahl sinkt langsamer

Mit der Ankündigung 2012, bis zum Jahr 2020 insgesamt 11 600 Lehrerstellen zu streichen, schockierte die Landesregierung vor allem Lehrer und Eltern. Im Koalitionsvertrag hatte Grün-Rot 2011 festgelegt, Haushaltsmittel, die durch sinkende Schülerzahlen frei werden, für Reformen im Bildungsbereich zu verwenden. 2013 fielen 1000 Stellen weg, in diesem Jahr sollten weitere 1200 folgen. Doch nun wird weniger gestrichen als geplant. Eigentlich sollten 1200 frei werdende Stellen nicht mehr wiederbesetzt werden, jetzt fallen noch 363 Stellen weg. Grund für den Kurswechsel sind unter anderem die neuen Schülerzahlen, die das Statistische Landesamt im Juli vorgelegt hat. Demnach ist die Zahl der Schüler um über 30 000 höher, als 2009 vorausberechnet worden war, 2020 werden es voraussichtlich 70 000 Schüler mehr sein. Das liegt am Zuzug von Schülern, aber auch an bildungspolitischen Veränderungen wie zusätzlichen Plätzen an beruflichen Gymnasien. Auf eine neue Zahl will sich die Landesregierung nicht festlegen. Die Entscheidungen sollten von Jahr zu Jahr getroffen werden – auf der Basis der jeweiligen Schülerzahl und geplanten Reformen, etwa dem Ausbau der Ganztagsschulen.

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