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In mehreren Städten in Baden-Württemberg haben am Sonntagnachmittag Demonstrationen gegen „Ausländergewalt“ stattgefunden. Dabei ging nicht alles mit rechten Dingen zu.

Ellwangen / Villingen-Schwenningen - Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntagnachmittag in mehreren Städten Baden-Württembergs gegen eine aus ihrer Sicht ausufernde Gewalt von Ausländern demonstriert.

In Ellwangen kamen laut Polizei schlagartig rund 150 Menschen auf dem Marktplatz. „Von dort begann ein Marsch durch Ellwangen, der schließlich vor der Eingangspforte zur Landeserstaufnahmeeinrichtung endete“, sagte ein Polizeisprecher. Dort fanden am Ende rund 500 Menschen zusammen, die laut Behörde einen „insgesamt unorganisierten Eindruck“ machten.

Weitere Demonstrationen gab es in Schwäbisch Gmünd, Lahr, Rastatt und Villingen-Schwenningen.

Ein Sprecher ist der Polizei als Funktionär der regionalen NPD bekannt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Beamten wurde der Aufruf wohl von Menschen mit russischer Herkunft initiiert.

Die Versammlung blieb friedlich. Dem Veranstalter drohen aber Ermittlungen, weil die Versammlung nicht angemeldet war. Aus dem Aufzug heraus wurden eine Bierdose und mehrere Schneebälle in Richtung der Polizei geworfen. Verletzt wurde niemand.

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