Am Samstag hatte die Polizei mit mehreren Betrunkenen zu tun, die teils in kuriose Geschichten verwickelt waren. (Symbolbild) Foto: dpa

Hoch die Hände, Wochenende! Vom frühen Samstagmorgen bis zum späten Samstagabend beschäftigen mehrerenorts Betrunkene die Polizei mit bekloppten Aktionen. Einer fühlte sich etwa von seinen Mitbewohnern beim Kochen gestört.

Ehingen/Heidenheim/Laupheim - Am Wochenende haben auffällig viele Menschen ihr Limit beim Thema Alkohol offenbar nicht gekannt, berichten unterschiedliche Polizeipräsidien in Baden-Württemberg. Demnach hielten Betrunkene in Ehingen, Heidenheim und Laupheim die Polizei mit wilden Aktionen auf Trab. Die drei Fälle, hinter denen kuriose Geschichten stecken, gingen noch mal glimpflich aus.

Krankenwagen als Taxi zweckentfremdet

In Ehingen (Alb-Donau-Kreis) ging bereits um 16 Uhr ein Anruf bei der Polizei ein: Ein 52-Jähriger am Apparat, er sei verletzt, brauche dringend einen Notarzt. Die Sanitäter konnte aber keine Verletzung feststellen und verweigerte den Transport in die Klinik. Offenbar suchte der Betrunkene eine Fahrgelegenheit, so die Polizei.

Aufgrund des Alkoholisierungsgrads habe der Mann aber nicht alleingelassen werden können. Die Polizeistreife packte den Alkoholisierten also ins Auto und brachte ihn in die Obhut seiner Mutter. Der Mann wird in den nächsten Tagen die Rechnung für den Polizeieinsatz erhalten.

Anzeige wegen weggekickter Kartoffeln beim Kochen

In Laupheim (Kreis Biberach) war die Polizei bereits am Samstagmorgen gefordert. Gegen acht Uhr, meldete sich ein betrunkener Mann bei der Polizei und forderte telefonisch polizeiliche Hilfe. Aufgrund seiner offensichtlichen Alkoholisierung konnte der Hilfesuchende sein Anliegen allerdings nicht wirklich verständlich machen.

Eine Streife traf ihn an einer Bushaltestelle am Bahnhof an. Der Anzeigeerstatter hatte am Freitagabend wohl einen handfesten Streit mit seinen Mitbewohnern. Dabei, so seine Aussage, sei er beim Kochen gestört worden – die Mitbewohner hätten seine Kartoffeln „weggekickt“. Einer der Streithähne habe laut der Schilderung dann ein Messer in der Hand gehalten. Der Mann wies aber keinerlei Verletzungen auf.

Jedenfalls hatte er in der vergangenen Nacht tüchtig in Biberach gefeiert. Zumindest zeigte das ein Alkohol-Test, bei dem einen Wert über 2,5 Promille gemessen wurde. Als die Beamten der Forderung nach der Festnahme seiner Mitbewohner nicht nachkamen, wurde der Mann bockig und unkooperativ. Das Angebot einer Notunterkunft lehnte er ab. Die Polizei riet ihm, wenn dann nüchtern, Anzeige zu erstatten.

In die falsche Bahn gestiegen und in Ulm gelandet

Am Samstag, gegen 23.45 Uhr, verständigte eine besorgte Mutter die Polizei. Sie hatte von ihrer 27-jährigen Tochter einen Anruf erhalten. Die Tochter habe demnach lallend erzählt, dass sie am Bahnhof in Herbrechtingen bei Heidenheim sei.

Die junge Frau sei auf dem Küferfest in Heidenheim gewesen und habe sich nun auf dem Weg zurück nach Sontheim befunden. Dann brach das Gespräch laut der Mutter plötzlich ab und die Tochter war nicht mehr erreichbar.

Die Beamten überprüften den Bahnhof, trafen die junge Frau aber nicht an. Sie dehnte Suche auf die weiteren Bahnhöfe in Richtung Ulm aus. Gegen 00.10 Uhr kam es wohl zu einem erneuten Kontakt zwischen Tochter und Mutter. Diesmal gab die Tochter an, dass sie in Ulm sei. Die dortige Bundespolizei konnte die volltrunkene Frau am Hauptbahnhof schließlich finden. Der Vater machte sich dann auf dem Weg, um seine Tochter nach Hause zu bringen.

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