Baden-Württemberg kann sich noch über Rekord-Steuereinnahmen aus dem vergangenen Jahr freuen. Foto: dpa

Einmal im Jahr zieht die Finanzverwaltung Bilanz: Wie viele Einkommensteuerfälle wurden im Land bearbeitet? Wie hoch waren die Steuereinnahmen? Die Vor-Corona-Ära war eine rosige Zeit für den Staatshaushalt. Aber das dürfte erstmal vorbei sein.

Stuttgart - Vor der Coronakrise floss noch reichlich Geld ins Staatssäckel: Das Jahr 2019 ist für die baden-württembergische Steuerverwaltung ein Jahr der Rekorde gewesen. Die Steuereinnahmen lagen bei rund 87 Milliarden Euro, wie das Finanzministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Jahr 2018 nahm die Finanzverwaltung noch rund 82 Milliarden Euro an Steuern ein. Mehr als vier Millionen Einkommenssteuerfälle wurden vergangenes Jahr gezählt. Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) und Oberfinanzpräsident Hans-Joachim Stephan wollen am Donnerstag (11 Uhr) die Leistungsbilanz der Oberfinanzdirektion für 2019 vorstellen.

Dabei wird es auch um die steuerlichen Corona-Hilfen für Unternehmen gehen. Aber auch darum, wie modern die Finanzbeamten im Land arbeiten. Die Steuerverwaltung setze bei ihrer Arbeit mehr und mehr auf Digitalisierung, teilte das Ministerium mit. Das wirke sich besonders in Zeiten der Pandemie positiv aus. Auch als viele Beschäftigte im Homeoffice gearbeitet hätten, sei die Steuerverwaltung voll im Einsatz gewesen.

Die Bilanz für das Jahr 2020 wird dann erst im kommenden Jahr gezogen - sie dürfte wegen des wirtschaftlichen Lockdowns und des Einbruchs bei den Steuereinnahmen weit unerfreulicher ausfallen. Für den laufenden Landeshaushalt 2020 wurden Steuerausfälle in Höhe von 3,3 Milliarden Euro prognostiziert.

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