In der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen kommen weitere Flüchtlinge unter. Foto: dpa

Flüchtlinge in Kasernen: Die Bundeswehr macht in mehreren ihrer Standorte in Baden-Württemberg Platz für Asylsuchende.

Hardheim/Donaueschingen - Baden-Württemberg kann die Plätze für die Erstaufnahme von Flüchtlingen voraussichtlich um 1800 erhöhen. Schon am Sonntag sollen rund 300 Asylsuchende in Gebäude der Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis) ziehen, wie das Integrationsministerium am Freitag mitteilte. Insgesamt biete die Bundeswehr dort in vier Mannschaftsgebäuden Platz für 500 Menschen. Zuletzt hatte das Ministerium von 12.000 Plätzen in der Erstaufnahme gesprochen, die mit 20.000 Menschen belegt seien.

Ebenso habe die Bundeswehr weitere Mannschaftsgebäude auf dem Gelände der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen zur Verfügung gestellt. „Sechs Gebäude sollen baldmöglichst mit weiteren rund 800 Flüchtlingen belegt werden“, hieß es. Der Bund habe eine Ausweitung der Flüchtlingsunterbringung in der Lyautey-Kaserne und in der französischen Wohnsiedlung in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) angeboten. Hier geht das Ministerium von 500 Plätzen aus.

Insgesamt hat Baden-Württemberg den Angaben zufolge seit Samstag rund 5800 Menschen in der Erstaufnahme aufgenommen. „Ein Großteil der Menschen kam mit dem Flüchtlingsstrom aus Bayern zu uns“, teilte das Ministerium mit. Am vergangenen Wochen hatten Deutschland und Österreich Flüchtlinge, die in Ungarn festsaßen, einreisen lassen.

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