Das Becken vor der Schwabenlandhalle ist für eine sommerliche Abkühlung nicht geeignet. Im Wasser fehlt zudem eine Desinfektion gegen Bakterien und Viren.
Es waren Szenen der Freude und Begeisterung, als in den vergangenen Tagen bei um die 35 Grad Celsius mehr als 20 Kinder durchs kühlende Wasser des Bassins vor der Schwabenlandhalle wateten, sich gegenseitig anspritzten und herumplanschten, während ihre Mütter und einige wenige Väter das Treiben vom Beckenrand aus beobachteten, die Füße ins Wasser hängend.
Es waren allerdings auch Szenen auf dem Guntram-Palm-Platz, die bei den Verantwortlichen der Stadt Fellbach, nachdem sie davon erfahren hatten, deutlich weniger Begeisterung auslösten. Denn so sehr man es verstehen kann, dass die Menschen bei dieser hochsommerlichen Hitze im Frühsommer Abkühlung suchen, so steht doch fest: Das Wasserbecken vor der Schwabenlandhalle ist für derartige Zwecke nicht geeignet.
Immer wieder Schäden an dem Wasserbecken
Natürlich wissen auch die Verantwortlichen im Rathaus, wie verlockend an heißen Tagen die Wasserfläche auf dem Guntram-Palm-Platz ist. „Dennoch handelt es sich bei dem Wasserbecken ausdrücklich nicht um eine Bade- oder Wasserspielfläche“, teilt das Pressereferat der Fellbacher Stadtverwaltung mit.
Denn schon in früheren Jahren wurde das Becken im östlichen Teil des Fellbacher Stadtparks für diese abkühlenden Zwecke genutzt – unerlaubt, unsachgemäß und mit gravierenden Folgen. Bereits im vergangenen Jahr musste das Becken aufwendig saniert werden, nachdem es wiederholt unbefugt betreten worden war und dadurch Schäden an den technischen Einbauten entstanden waren.
Seinerzeit hieß es, dass bei der zusätzlichen Installation einer Sauerstoffanreicherungsanlage fürs Becken aufgefallen sei, dass die Technik des Wasserbeckens durch Steinwürfe schwer beschädigt worden war. Offenbar hatte jemand durch die wegen der Reparaturarbeiten stehenden Baugitter diverse Steine aus dem Becken geholt und auf die technischen Anlagen geworfen. „Dieser Vandalismus hat die Inbetriebnahme deutlich verzögert“, erklärte Rathaussprecherin Sabine Laartz damals auf Nachfrage unserer Redaktion.
Besonders problematisch, so die aktuelle Erklärung der Stadt, ist das Entfernen der Schutzgitter sowie das Einfüllen von Kieseln aus dem Beckengrund in die Rohrleitungen. „Dadurch werden die Rohre verstopft, die nicht ohne Weiteres ausgetauscht werden können.“ Zudem werde die Wasserfilterung beeinträchtigt, ebenfalls werde die Funktionsfähigkeit der Pumpen gefährdet.
Da das Becken nicht als Spielfläche konzipiert ist, verfügt das Wasser auch nicht über die notwendige Qualität für den Badebetrieb. „Insbesondere fehlt eine Desinfektion gegen Bakterien und Viren“, heißt es aus dem Büro der Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. Zusätzlich befindet sich in der Mitte des Beckens eine tiefere Stelle, die mit einem Stahlnetz abgedeckt ist. „Dieses weist teilweise scharfe Kanten auf und birgt Verletzungsgefahren.“
Mehrere Schilder warnen vor der Unfallgefahr
Mitarbeiter des Tiefbauamts haben in diesen Tagen die jüngst entstandenen Schäden repariert und zudem gleich mehrere Schilder im Becken aufgestellt. Aufschrift: „Wasserfläche betreten verboten!“ Und: „Die Wasserfläche ist keine Spielfläche, und nicht zum Baden und Planschen geeignet. Es besteht Unfallgefahr beim Betreten.“
Der Appell aus dem Rathaus verweist zur Abkühlung in diesen heißen Tagen auf das Fellbacher Freibad: „Für unbeschwerten und sicheren Badespaß empfehlen wir den Besuch des F3-Bades.“