In den Weinbergen sei es leicht, zu flüchten, sagt die Polizei. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Tatort Weinberg: Bereits zum zweiten Mal innerhalb von kurzer Zeit ist es zwischen den Reben in Bad Cannstatt zur sexuellen Belästigung gekommen. Die Polizei bestätigt Gemeinsamkeiten der beiden Vorfälle.

Stuttgart - Am Donnerstagabend hat ein Unbekannter an einem Weinbergweg in Stuttgart-Bad Cannstatt eine Frau sexuell belästigt. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich erst eine Woche zuvor zugetragen. Beides mal konnte der Täter unerkannt entkommen.

Wie die Polizei berichtet, war die 36-Jährige gegen 22.00 Uhr vom Pragsattel in Richtung Auerbachstraße gelaufen. Ihr Weg führte sie durch die Weinberge. Kurz bevor die Frau das Krankenhaus am Rande des Weinbergs erreichte, soll sich ihr von hinten ein Mann genähert haben. Als er sie eingeholt hatte, „griff er ihr kräftig an das Gesäß“, berichtet die Polizei. Infolgedessen habe die 36-Jährige den Mann angeschrien und sich gewehrt. Doch der Täter zeigte sich zunächst unbeeindruckt und griff noch einmal nach der Frau. Dann sei er geflüchtet.

„Wir vermuten, dass es sich um denselben Täter handelt.“

Trotz der sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Täter unerkannt entkommen. So war es auch vor einer Woche gewesen, als ein Mann an einer nahegelegenen Stelle unter den Rock einer Frau gegriffen hatte: „Das Gelände ist sehr verwinkelt“, erklärte Polizeisprecherin Monika Ackermann, „wer sich auskennt, kann dort verschwinden.“

Nicht nur der Tathergang, auch die Täterbeschreibungen ähneln sich: Die 36-Jährige sagte aus, dass der Mann etwa 1,85 Meter groß ist und eine kräftigere Figur hat. Er soll dunkle Haare und einen hellen Teint haben. Seine Augen seien klein, schmal und dunkel. Die Frau beschrieb ihn als „osteuropäisch aussehend“. Zum Tatzeitpunkt soll er eine dunkle knielange Hose, ein Shirt in unbekannter Farbe und vermutlich Sportschuhe getragen haben. „Es gibt Gemeinsamkeiten in der Personenbeschreibung“, bestätigt auch die Polizei, „wir vermuten, dass es sich um denselben Täter handelt.“ Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0711/89905778 bei der Kriminalpolizei zu melden.

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