Die Feuerwehr war bis in die Nacht mit den Löscharbeiten beschäftigt. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Ein Brand im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses hat die Feuerwehr am Mittwochabend in Bad Cannstatt in Alarm versetzt. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

Stuttgart - Am Mittwochabend hat es im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in Bad Cannstatt gebrannt. Laut Polizei standen die Räumlichkeiten in der Daimlerstraße zu dem Zeitpunkt leer. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschfahrzeugen aus und brachte den Brand schnell unter Kontrolle. Die Daimlerstraße wurde während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt. Besonders brisant: Bei den betroffenen Räumen handelt es sich um ein muslimisches Gebetszentrum – und Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

Die Bewohner des Hauses konnten von der Feuerwehr evakuiert werden. Ein Übergreifen des Feuers auf den zweiten Stock des Mehrfamilienhauses konnte von der Feuerwehr, deren Hauptwache ganz in der Nähe des Einsatzortes liegt, verhindert werden. Der Schaden dürfte mehrere Zehntausend Euro betragen. Über die Ursache konnte die Polizei am nächsten Morgen keine Angaben machen. Betroffen ist nach eigenen Angaben die muslimische Vereinigung Ahmadiyya Muslim Jamat, die sich als sunnitische Ausrichtung des Islams versteht.

Zum Glück gibt es keine Verletzte

Die Feuerwehr war am Mittwoch um 21.37 Uhr durch mehrere Notrufe alarmiert worden – und rückte per Großeinsatz am Brandort an, weil nicht ausgeschlossen war, dass sich noch Menschen im viergeschossigen Gebäude aufhielten. Zur Brandbekämpfung rückten zwei Trupps unter Atemschutz mit einem Löschrohr in die Räumlichkeiten vor. Damit die Flammen nicht auf die darüber liegenden Geschosse übergreifen konnten, wurde von außen mit einem Löschrohr ein sogenannter Riegel gebildet.

Gerettet werden musste laut Feuerwehr niemand: „Es konnten glücklicherweise weder in der vom Brand betroffenen Wohnung noch in den Wohnungen der Obergeschosse Personen vorgefunden werden“, so der Feuerwehr-Einsatzleiter. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis Donnerstag gegen 0.30 Uhr an.

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