Auf dem Bauhof stehen in naher Zukunft Veränderungen an. Foto: Torsten Ströbele

Der Betriebshof in Bad Cannstatt bekommt ein neues Konzept. Die Pläne sollen bald im Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats sowie im Bezirksbeirat vorgestellt werden

Bad Cannstatt - Für rund elf Millionen Euro soll der Betriebshof an der Deckerstraße neu geordnet werden. Auf der etwa 7500 Quadratmeter großen Fläche werden einige Gebäude saniert, andere wiederum abgerissen und durch Neubauten ersetzt. „Wir bereiten derzeit einen Vorprojektbeschluss vor“, sagt Sven Hansen, persönicher Mitarbeiter von Bürgermeister Dirk Thürnau. „Die Vorlage wird dann öffentlich in einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik sowie des Bezirksbeirats präsentiert.“ Einen genauen Termin konnte er noch nicht nennen. Bad Cannstatts Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler geht aber davon aus, dass die Pläne im Dezember oder Januar gezeigt werden.

Am Dienstag hätten die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik erst einmal die weiteren Planungen an die Architekten des Büros „asp Arat Schust GmbH & Co KG“ mit Sitz in der Talstraße vergeben sollen. Der Tagesordnungspunkt wurde aber auf den 29. November verlegt. Das wirft den gesamten Zeitplan aber nicht mehr über Bord. Laut Ausschreibung des städtischen Hochbauamtes sollten die Bauarbeiten eigentlich schon Anfang 2017 erfolgen. Dazu hätte der Vorprojektbeschluss allerdings Anfang 2016 gefasst werden müssen. Der Zeitplan hat sich also um etwa ein Jahr verzögert. An der voraussichtlichen Bauzeit ändert das aber nichts. Sie beträgt etwa zwei Jahre.

In Wangen möchte sich der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart erweitern

Derzeit wird der Betriebshof Deckerstraße vom Tiefbauamt genutzt. Die Baubetriebsstelle und der zentrale Lagerplatz für die Dienststelle Neckar ist dort angesiedelt. Künftig soll auch das zentrale Baumpflegeteam und der Pflegebetrieb Mitte des Garten-, Friedhofs- und Forstamts in Bad Cannstatt Platz finden. Der Umzug vom Standort Sickstraße/Villa Bergist beschlossene Sache. Auf den dort frei werdenden Flächen sollen Wohnungen entstehen. Zudem ist geplant, das Sachgebiet Parkscheinautomaten und den Bereich Fahrtreppen des Tiefbauamtes an die Deckerstraße zu verlagern. Momentan sind diese Bereiche auf dem Betriebshof an der Gingener Straße in Wangen zu finden. An diesem Standort möchte sich der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart erweitern.

„Um das alles an der Deckerstraße realisieren zu können, müssen wir vor Ort alles enger und straffer organisieren“, sagt Hansen. Dass das Raumprogramm umgesetzt werden kann, hat das Büro Obermeyer Planen und Bauen schon mit einer Machbarkeitsstudie nachgewiesen. „Die vom Tiefbauamt genutzten Gebäude entlang der Deckerstraße sind zu sanieren, da an dieser Stelle nicht neu gebaut werden darf“, schreibt Technikbürgermeister Dirk Thürnau in einer Vorlage an den Gemeinderat. „Die übrigen Gebäude sollen abgebrochen und durch Neubauten entsprechend den gegebenen Anforderungen ersetzt werden.“ Die Baumaßnahme umfasse eine gemeinsame Kantine, gemeinsame Duschen und Umkleiden für beide Ämter sowie getrennte Büroräume, Fahrzeughallen, Werkstätten und Lagerflächen für die einzelnen Funktionsbereiche, heißt es in der Ausschreibung des Hochbauamtes. Die Realisierung des Bauvorhabens erfolge voraussichtlich in Abschnitten, sodass Teile des Betriebs während der Baumaßnahme aufrecht erhalten bleiben können.

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