Neue Leitung in den Backnanger Werkstätten: Ramona Czech und Michaela Horvat übernehmen die Führung. Wie sie den Spagat zwischen Herzlichkeit und Wirschaftlichkeit schaffen wollen.
Die Backnanger Werkstätten der Paulinenpflege (Rems-Murr-Kreis) werden seit Mitte Januar 2026 von einem neuen Leitungsteam geführt. Die Sozialpädagogin Ramona Czech und die Sozialmanagerin Michaela Horvat bilden die Doppelspitze des Werkstattverbunds.
Ramona Czech (38) war seit 2022 in der Unternehmensentwicklung der Paulinenpflege tätig, wo sie sich bereits mit der Weiterentwicklung der Backnanger Werkstätten (BKW) beschäftigt hat. „Als ich an meinen ersten Arbeitstagen hier durch die verschiedenen Werkstattgruppen gelaufen bin, ist mir die Herzlichkeit und die Vielfalt aufgefallen“, sagt Czech.
Zwei neue Führungskräfte in den Backnanger Werkstätten
Michaela Horvat (48) kennt die BKW seit vielen Jahren durch ihre Tätigkeit im Sozialdienst, als Projektleiterin und als Pädagogische Leitung. „Manche haben gefragt, ob sie mich noch duzen dürfen. Auch wenn das meist mehr im Spaß gefragt wurde, ist es mir wichtig zu zeigen, dass ich mit der neuen Leitungsaufgabe genauso nah dran bleiben will an Beschäftigten wie an Mitarbeitenden“, so Horvat.
Die neuen Leiterinnen betonen, dass es zu ihren Aufgaben zähle, den individuellen Bedarfen der Klienten gerecht zu werden und gleichzeitig abwechslungsreiche und wirtschaftliche Aufträge von der Industrie zu erhalten. „Deshalb ist eine Doppelspitze mit verschiedenen Schwerpunkten für eine Werkstatt für behinderte Menschen zeitgemäß“, erklärt Horvat. Man müsse für die Industrie innovativ sein und für Behinderte individuell Beschäftigung, Betreuung und Förderung anbieten können.
Laut Czech wollen die beiden Leiterinnen in engem Austausch miteinander sowie mit den Mitarbeitern und Beschäftigten stehen. Horvat ergänzt: „Wir wollen alle BKWler mit ihrer Meinung wertschätzen und unsere Entscheidungen nicht am grünen Tisch treffen.“
Arbeit und Betreuung für mehr als 500 Menschen im Rems-Murr-Kreis
Die Backnanger Werkstätten beschäftigen derzeit 460 Menschen mit Behinderung, psychischer Beeinträchtigung oder aus dem Autismus-Spektrum im Berufsbildungs- und Arbeitsbereich sowie an betriebsintegrierten Arbeitsplätzen. In den Fördergruppen werden 70 Klienten unterstützt und betreut. Die Werkstätten haben Standorte in Winnenden, Murrhardt und Backnang.