6900 Teilnehmer sind beim Firmenlauf B2Run am Start gewesen. Foto: 7us

Es war ein wirklich „heißer“ Wettkampf: Bei schweißtreibender Hitze traten Sportler aus 420 Unternehmen beim B2Run in Stuttgart an.

Stuttgart - 5,3 Kilometer zu laufen – das ist schon eine kleine Herausforderung. Aber bei Temperaturen um die 30 Grad wird das schnell zum Kraftakt. Trotzdem haben sich am Donnerstagabend 6900 Teilenehmer aus 420 Unternehmen auf die B2Run-Strecke an der Mercedes-Benz-Arena gewagt – so viele wie nie zuvor. „Wir freuen uns, dass wir die Begeisterung für den B2Run gerade hier in Stuttgart weiter befeuern konnten“, sagte B2Run-Standortleiter Nils Goldstein. Für viele Firmen sei der von der Krankenkasse DAK präsentierte Lauf längst mehr als nur ein Sportevent. Er festige Teamgeist und Firmenzusammenhalt und sorge für Freude und Motivation – „egal ob beim kleinen Start-Up oder beim großen Konzern“.

Mit von der Partie waren auch mehr als 50 Läufer der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), zu der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten gehören. „Wir hatten großen Spaß“, bilanzierte Tobias Köhler, Leiter der Abteilung Strategie und Innovation. „War schön heiß“, ergänzte seine Teamkameradin Antje Schneider. Die SWMH-Läufer bestätigen: Nicht der Wettstreit um eine gute Platzierung macht den Hauptreiz dieses Sportereignisses aus, sondern das Miteinander. „Man sieht einen Menschen im Trikot seiner Firma laufen, der einem vorher noch nie aufgefallen war. Plötzlich hat man ihn in seinem Team und klopft ihm auf die Schulter“, schwärmt Köhler am Morgen danach.

Freude über die kleine, wahre Heldengeschichten

Von Druckern bis zu den Chefs, von den Redakteuren bis zu Mitarbeitern der Briefpost sei der Querschnitt bunt gewesen – „alles, was die SWMH am Start hat“, sagte Köhler. Sogar SWMH-Geschäftsführer Richard Rebmann und der Geschäftsführer von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, Herbert Dachs, haben sich auf die Strecke begeben.

Das Ereignis biete Stoff für Heldengeschichten, machte Köhler deutlich. „Hinterher kann man sich feiern, als ob man einen Halbmarathon gelaufen wäre.“ In den Beinen sei der Lauf auch noch zu spüren. Für dieses Jahr sei zunächst kein weiteres Laufevent der Firma geplant, aber für kommendes Jahr wohl wieder, hieß es.

Die Bestzeit für die 5,3 Kilometer lag bei 17:16 Minuten

Zwar wird bei soviel Team und Sportgeist das Ergebnis des Laufs fast komplett zur Nebensache, aber für die Statistik: Bei den Männern lief Bastian Franz vom Team Heart & Sole die Bestzeit von rund 17:16 Minuten, bei den Frauen Leyla Emmenecker vom gleichen Team mit 20:22 Minuten.

Wegen Dachsanierungsarbeiten konnte diesmal nicht in der Mercedes-Benz-Arena gelaufen werden, stattdessen mussten die Läufer auf einen Ort nahe der Arena ausweichen. Im kommenden Jahr soll es dann laut Veranstalter wieder ins Stadion gehen. Die nach Veranstalterangaben größte Firmenlaufserie Europas wurde 2004 von Infront B2Run gegründet, einer Tochter der Sportmarketing-Firma Infront Sports & Media. Ausgetragen wird sie 2017 in 17 deutschen Städten, erwartet werden mehr als 195 000 Teilnehmer aus rund 9500 Unternehmen.

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