Seit 13 Jahren schon besteht das Provisorium aus zwei Kreiseln, das bei Renningen die B 295 mit der B 464 verbindet. Foto: Simon Granville

Die wichtige Verbindung zwischen B295 und B464 bei Renningen soll den Verkehr entlasten. Doch ein Baubeginn ist vor 2030 unwahrscheinlich.

Wann geht es weiter in Sachen Lückenschluss, der Verbindung zwischen den beiden Bundesstraßen 295 und 464 bei Renningen? Wie soll er letztlich aussehen? Kommt dazu ein vierspuriger Ausbau der B 295 von Renningen in Richtung Leonberg?

 

Diese Fragen stellt man sich im Kreis Böblingen schon seit mehr als 13 Jahren. So lange schon steht das Provisorium aus zwei Kreisverkehren, das die Bundesstraßen verbindet. Und weil sich auch nach einem weiteren Jahr kaum etwas getan hat, hat der Böblinger Landrat Roland Bernhard nun zu einem Runden Tisch eingeladen. Neben Vertretern des Landratsamtes und der Städte Renningen, Leonberg und Magstadt saßen dort auch Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart (RPS), das für das Vorhaben verantwortlich ist.

Landrat Roland Bernhard fordert mehr Tempo. Foto: Stefanie Schlecht

„Der Lückenschluss ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte im Landkreis. Wir brauchen jetzt die schnelle Realisierung einer maßvollen Verknüpfung“, sagte Landrat Bernhard. Tempo ist in dem Fall aber relativ. Während des Gesprächs sagten Vertreter des RPS zu, dass bis zum Herbst dieses Jahres ein Zeitplan vorliegen werde.

Aktuell sei man bei der Planung im fortgeschrittenen Stadium des Vorentwurfs. Schon im vergangenen Jahr war bei einem ähnlichen Runden Tisch klar geworden, dass ein Baubeginn vor 2030 unwahrscheinlich ist. Das RPS hatte damals signalisiert, dass der nötige Planfeststellungsbeschluss Mitte 2029 fertig sein könnte.

Indes haben Landratsamt und Kommunen noch einmal betont, dass ein vierspuriger Ausbau der B 295 von etwa Höhe des Naturtheaters bis zur Abfahrt zur B 464 bei Renningen das Projekt stark verzögern könnte und deshalb nicht weiterverfolgt werden sollte. „Man hat die Frage eines vierstreifigen Ausbaus bereits in der Vergangenheit intensiv geprüft und gemeinsam mit allen Beteiligten bewusst nicht weiterverfolgt“, erinnerte Bernhard.

Erst wenn die A 81 ausgebaut ist, kann es losgehen

Vertreter der Städte Leonberg und Renningen erklärten, dass die bestehende Planung weitgehend alle Anliegen der eigenen Kommunen berücksichtige und sprachen sich für eine zügige Fortführung aus. Die Vertreter des RPS am Runden Tisch kündigten an, die bestehende Planung weiterzuführen.

Das heißt, beide Straßen sollen endlich ordentlich miteinander verbunden und das notdürftige Provisorium mit den beiden Kreiseln abgebaut werden. Dort staut sich regelmäßig der Verkehr.

Der Lückenschluss bei Renningen wird bereits seit Jahren geplant. Verzögerungen hatten dafür geführt, dass eine Umsetzung vor dem Ausbau der A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen nicht mehr möglich war. Da die B 464 und die B 295 als Ausweichstrecke dienen, soll die Bautätigkeit an den Bundesstraßen nun möglichst bald nach der Fertigstellung des Autobahnausbaus erfolgen.