Die Azubis informieren die Schüler über ihre Ausbildungsberufe. Foto: S. Hintermayr

Beim Azubi-Tag an der Pestalozzischule stellen Auszubildende den Achtklässlern verschiedene Berufe vor.

Rohr - Ein Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn (DB) dirigiert, vereinfacht gesagt, die Züge, die in den Bahnhof ein- und ausfahren. An einer Art Schaltpult bestimmt er, welcher Zug wann und auf welchem Gleis fahren darf, erklärte Oliver Mennenga. Er macht bei der Bahn eine Ausbildung zum Fahrdienstleiter. Am Freitag hat er den Schülern der Pestalozzischule seinen Beruf vorgestellt. Der 14-jährige Erkan Ismail und Kiriakos Pentoglou, 15 Jahre, waren von Mennengas Vortrag beeindruckt. „Ich könnte mir schon vorstellen, als Fahrdienstleiter zu arbeiten“, sagte Ismail.

Seit Jahren bietet die Pestalozzischule den Schülern der achten Klasse beim Azubi-Tag die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungsberufe kennenzulernen. „Die Schüler bekommen einen ersten Einblick in die Berufswelt“, erklärte Karin Raaf, die an der Werkrealschule die Berufsorientierung verantwortet. „Beim Azubi-Tag können unsere Schüler den Auszubildenden Fragen stellen, mit ihnen ins Gespräch kommen“, sagte Raaf.

Erste Einblicke in verschiedene Berufe

Koordiniert wird der Azubi-Tag von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Außer Fahrdienstleiter Oliver Mennenge stellten unter anderem Leon Schiebel und Gabriel Pavokovic ihren Beruf vor. Sie machen bei den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) eine Ausbildung zum Elektroniker. „Wir kümmern uns etwa um die Wartung und Instandhaltung der Stadtbahnen, Haltestellen und Fahrleitungen“, erläuterte Schiebel. Shirin Hermi und Dilara Baskaya, beide 15 Jahre alt, stellten zwar einige Fragen, etwa nach den Verdienstmöglichkeiten und den Anforderungen für eine Bewerbung, konnten sich aber letztlich nicht vorstellen, diesen Berufsweg einzuschlagen. „Das ist doch eher was für die Jungs“, sagte Hermi.

Für die Mädchen ist der Beruf des Erziehers eher interessant. Dominik Lippert stellte diesen vor. Er ist der stellvertretende Leiter des Schülerhauses der Pestalozzischule. Auf die Frage, welche Arbeitskleidung ein Erzieher tragen müsse, antwortete er: „Ganz normale Kleidung. Gepflegt, aber nicht zu schick. Kleinere Kinder werfen schon mal mit Essen“, sagte Lippert. Die Arbeit mache ihm Spaß, „und sie ist nicht nur etwas für Mädchen“, betonte er.

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