Bosch wird in Schwäbisch Gmünd annähernd 2000 Stellen abbauen. Foto: imago images/Future Image

Gute und schlechte Nachrichten für die Angestellten von Bosch in Schwäbisch Gmünd. Der Autozulieferer hat sich mit dem Betriebsrat auf einen größeren Stellenabbau geeinigt. Dabei kann aber auch Positives vermeldet werden.

Schwäbisch Gmünd - Der Autozulieferer Bosch baut in seiner Lenksystem-Sparte in Schwäbisch Gmünd bis Ende 2026 etwa 1850 Stellen ab - aber ohne betriebsbedingte Kündigungen. Unternehmen und Betriebsrat haben nach monatelangen Verhandlungen eine Einigung erzielt, die eine Reduzierung der zuletzt rund 4700 Stellen über Altersteilzeit-, Vorruhestands- und Aufhebungsverträge vorsieht, wie Bosch Automotive Steering am Donnerstag mitteilte. Das Unternehmen hatte den Stellenabbau im vergangenen Herbst angekündigt. Damals war von rund 1000 Arbeitsplätzen bis Ende 2022 die Rede gewesen.

Zugleich sollen in den kommenden Jahren mehr als 350 Millionen Euro in neue Technologien und Produkte investiert werden, die den Standort langfristig sichern sollen.

Standort bleibt wichtig

„Damit wird deutlich, dass wir uns zum Standort und zum Produktionswerk in Schwäbisch Gmünd bekennen“, sagte Stefan Grosch, Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor von Bosch Automotive Steering, laut Mitteilung. Betriebsratschef Alessandro Lieb sprach von einer nachhaltigen Perspektive für den Standort. „Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen ist von größter Bedeutung für unsere Beschäftigten. Er gibt ihnen Sicherheit für die Zukunft“, sagte er. Einen weiteren Stellenabbau als Folge der Corona-Krise soll es nicht geben.

In Folge der weltweiten Abwärtsentwicklung der Autobranche hatte Bosch noch vor Ausbruch der Pandemie auch für andere Standorte die Streichung von Arbeitsplätzen angekündigt.

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