Michael Patrick Kelly macht am 13. Juni den Auftakt beim Festival auf dem Stuttgarter Flughafen. Foto: Veranstalter

Unter dem Motto „Autokonzerte für den Süden“ haben die SKS Michael Russ und das Musiccircus Concertbüro sich mit dem Flughafen Stuttgart zusammengetan. Vom 13. Juni bis 11. Juli wird es Pop, Rock, HipHop, Klassik, Electro und Comedy geben.

Wie können Künstler und ihr Publikum zusammenkommen, wenn so gut wie alle Konzertsäle, Clubs und Theater plötzlich als Risikogebiet gelten, wo nicht Freude und gute Laune, sondern nur noch Corona-Viren ansteckend sind? Viele Kulturschaffende haben sich Gedanken gemacht, weswegen nun zum Glück die Nulldiät in Sachen Live-Kultur einem – um im Bild zu bleiben – bunten Speiseplan weichen darf.

Auch das Gelände des Stuttgarter Flughafens wandelt sich so in Corona-Zeiten zeitweise zur Festivalbühne. Unter dem Motto „Autokonzerte für den Süden“ haben die SKS Michael Russ und das Musiccircus Concertbüro sich mit dem Flughafen Stuttgart zusammengetan. Vom 13. Juni bis 11. Juli wird es direkt an der Autobahn A8 Pop, Rock, HipHop, Klassik, Electro und Comedy geben. Platz gibt es vor der riesigen LED-Leinwand mit Festivalbühne für 650 Autos.

Etliche Künstler haben ihr Kommen schon fest zugesagt: Am 13. Juni macht Michael Patrick Kelly den Auftakt, dann folgen Felix Jähn, Eure Mütter, Robin Schulz, J. B. O., Beyond the Black und Kissin Dynamite. „Ohne Live-Erlebnisse laufen wir Gefahr zu vereinsamen“, sagt Paul Woog, Geschäftsführer der SKS Michael Russ. „Gemeinschaft und gesellschaftliche Ereignisse sind wichtig für uns – egal, ob Klassik, Jazz, Hip Hop oder Metal.“ Ein besonderes Highlight wird der Rock’n’Roll-Weekender am 20. und 21. Juni. Das Ganze, ständig aktualisierte Programm gibt es auf der Homepage livesommer2020.

Auch SWR Symphonieorchester spielt beim Flughafen

Die Stuttgarter Orchester sind ebenfalls dabei, neue Spielorte zu entdecken. So haben Mitglieder des SWR Symphonieorchesters und des Staatsorchesters Stuttgart bereits 1:1-Konzerte am Stuttgarter Flughafen gegeben. Aber auch die Stuttgarter Galerie Valentien, ein Innenhof in der Alexanderstraße im Heusteigviertel oder die Villa Reitzenstein zählen inzwischen zu den alternativen Konzertorten, wo auch die Stuttgarter Philharmoniker spielen – pro Woche bis zu zwölf Mal. Wer sich für diese Veranstaltungen interessiert, erfährt Einzelheiten auf den Homepages der Orchester. Das Stuttgarter Kammerorchester bietet, ebenfalls über seine Homepage, Hologrammkonzerte und Virtual-Reality-Aufnahmen.

Wer übrigens gerne live mit Thomas Fröschle, alias Topas, lachen möchte, sollte am 18. Juni keinesfalls die „Froggy Night – Spezial Viral“ auf YouTube um 19 Uhr mit den besten Comedians und Prominenten aus zehn Jahren versäumen. Mehr dazu auf der Homepage des Renitenztheater.

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