Die Automobilkonzerne fordern in der Coronakrise eine Kaufprämie für Neuwagen. Strittig ist dabei, ob E-Autos und Verbrenner gleichermaßen gefördert werden sollen. Anne Guhlich analysiert die Diskussion um die neue Abwrackprämie im Video.

Stuttgart - Die deutsche Automobilindustrie fordert eine Autokaufprämie und will damit die Nachfrage von Neuwagen in der Coronakrise ankurbeln. Dabei ist strittig, welche Art von Neuwagen bei Erwerb finanziell gefördert werden sollen. Anne Guhlich beschäftigt sich seit Jahren mit dem Wirtschaftssektor Automobil. Sie analysiert die Diskussion um die neue Kaufprämie für Autos vor der Kamera.

Prämie für E-Autos und Verbrenner

Geht es nach den großen Autobauer, wie Daimler, Volkswagen und BMW, soll die neue Abwrackprämie, neben E-Autos, auch Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor fördert. Kritiker sehen darin jedoch einen Rückschritt in der Verkehrswende hin zu CO2-neutraler Mobilität. Die Autokonzerne werden bei den Forderungen von ihren jeweiligen Landesregierungen unterstützt.

Kretschmann trifft auf Widerstand

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann setzt sich, ebenso wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, für ein Corona-Konjunkturpaket zur Stabilisierung der Autoindustrie ein, dass alle Arten von Neuwagen fördern soll. Kretschmann wurde wegen seinen Äußerungen zur Autokaufprämie von seiner Partei Die Grünen heftig kritisiert. In einem Interview verteidigte der Landeschef seine Pläne, eine Kaufprämie auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu zahlen.

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