Autohandel Online-Börsen bei Gebrauchtwagen zunehmend gefragt

Von Harry Pretzlaff 

Der Gebrauchtwagenhandel läuft in diesem Jahr schwächer als 2016. Foto: dpa
Der Gebrauchtwagenhandel läuft in diesem Jahr schwächer als 2016. Foto: dpa

Online-Börsen sind nach einer neuen Studie mittlerweile die wichtigste Informationsquelle beim Gebrauchtwagenkauf. Auch der Kauf wird zunehmend über das Internet abgewickelt.

Stuttgart - Immer mehr Autokäufer informieren sich vor der Anschaffung eines Gebrauchtwagens nach einer neuen Studie im Internet. „Die Digitalisierung schreitet massiv voran“, heißt es in der Untersuchung, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Stuttgarter Prüfkonzerns Dekra durchgeführt hat. Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass sich 78 Prozent der Befragten vor dem Kauf online informieren. Dabei surfen sie nach dieser Untersuchung indes kaum auf Händlerseiten, die beliebtesten Informationsquellen sind mit 77 Prozent Online-Börsen wie autoscout24 oder mobile.de, die in diesem Bereich in Deutschland Marktführer sind.

Jeder zweite Befragte kauft nach wie vor beim Händler

Wenn sich Kunden Gebrauchtwagenangebote online ansehen, legen sie laut Studie vor allem Wert auf Nutzerfreundlichkeit (84 Prozent) und Bedienbarkeit (80 Prozent). Gleich danach folgt der Wunsch, die Qualität der Händler mit Bewertungen beurteilen zu können: 68 Prozent finden das wichtig. Damit rangiert dieser Punkt noch vor Fahrzeugvergleichen, Preisanalysen und Fahrberichten.

Das Internet ist zwar die wichtigste Informationsquelle, etwa jeder zweite Befragte kauft den Gebrauchtwagen nach dieser Untersuchung jedoch nach wie vor offline beim Auto- oder Gebrauchtwagenhändler. Das Internet holt jedoch auf. Etwa jeder dritte informiert sich nicht nur online, sondern kauft auch im Netz.

Schwächeres Geschäft mit Gebrauchten

Im laufenden Jahr läuft das Geschäft mit Gebrauchtwagen schwächer als 2016. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts wechselten von Januar bis Oktober mehr als 6,14 Millionen Gebrauchtwagen den Besitzer; das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes wirke sich hier inzwischen aus, dass gebrauchte Diesel vor allem in Ballungsgebieten kaum noch zu verkaufen seien.

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