Zwei Schülerlotsen der Altenburgschule Foto: Lichtgut/Verena Ecker

Es sollte alles getan werden, um die Sicherheit der Schulkinder, aber auch der Schülerlotsen unmittelbar vor der Schule zu erhöhen. Der Verlust der Pappe dürfte mehr weh tun als eine Geldstrafe, sagt Redakteurin Inge Jacobs.

Stuttgart - Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb sich Autofahrer morgens vor einer Schule derart aggressiv gebärden und mit ihrem Verhalten Kinder gefährden. Noch größer wird das Unverständnis, wenn es sich bei diesen Autofahrern um Eltern handelt, die ihre eigenen Kinder in die Schule fahren – mit Karacho bis vor die Schultür. Was nur wollen sie ihrem Nachwuchs dadurch vermitteln? Rücksichtslosigkeit? Egoismus?

Es scheint, dass bei solchen Menschen eine freundliche Ansage wenig bringt. Das ist schade, auch für deren Kinder, denen durch das Gefahrenwerden ohnehin schon viele wichtige Erfahrungen entgehen. Etwa, sich selber im Straßenverkehr zu orientieren, auf dem Schulweg Dinge zu entdecken, sich mit Mitschülern auszutauschen, sich zu bewegen und selbstständiger zu werden. Zu Fuß zu laufen ist weder ehrenrührig noch peinlich. Es ist allerdings manchmal gefährlich, wie die Vorfälle mit Verkehrsrowdys vor der Altenburgschule zeigen.

Und deshalb sollte alles getan werden, um die Sicherheit der Schulkinder, aber auch der Schülerlotsen unmittelbar vor der Schule zu erhöhen. Wie wäre es denn, wenn die Ordnungskräfte noch etwas präsenter wären? So könnten sie bei Verstößen gleich selber den Vorfall aufnehmen und den Übeltäter oder die Übeltäterin zur Rede stellen. Dann würde gegebenenfalls auch der Draht zur Führerscheinstelle schneller glühen. Der Verlust der Pappe dürfte mehr weh tun als eine Geldstrafe. Vielleicht wäre es außerdem auch sinnvoll, doch noch einmal über die Einrichtung eines Zebrastreifens nachzudenken. Nicht zuletzt aber sollte die Schule nicht nachlassen, den Kindern das richtige Verhalten beizubringen – im Straßenverkehr, aber auch gegenüber Mitmenschen.

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