Wolken über dem Mercedesstern: Der Sparkurs des Autobauers trifft auch die Chefetagen. (Archivbild) Foto: dpa/Federico Gambarini

Daimler will laut Betriebsrat weltweit 1100 Stellen von Führungskräften abbauen. Damit trifft das Sparprogramm auch die Chefetagen. In Deutschland wäre jede zehnte Führungskraft betroffen.

Stuttgart - Im Zuge seines angekündigten Sparprogramms will der Autobauer Daimler laut Betriebsrat weltweit 1100 Stellen von Führungskräften abbauen. In Deutschland wäre es etwa jede zehnte, wie Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht am Freitag in einem Info-Brief an die Mitarbeiter schrieb. Zuvor hatten „Süddeutsche Zeitung“ und „Handelsblatt“ darüber berichtet. Laut Betriebsrat hat Vorstandschef Ola Källenius Anfang der Woche bei einer internen Führungskräfteveranstaltung erstmals konkrete Zahlen zu seinen Sparplänen genannt.

Um die Personalkosten zu reduzieren, habe die Unternehmensleitung zudem vorgeschlagen, mögliche Tariferhöhungen aus der im Frühjahr 2020 anstehenden Tarifrunde nicht zu übernehmen. „Dies haben wir kategorisch abgelehnt“, schreibt Brecht. Ein Daimler-Sprecher sagte, man äußere sich nicht zu Spekulationen. Man befinde sich in einem konstruktiven Dialog mit den Arbeitnehmervertretern.

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