Mit Sandsäcken sichern Feuerwehrleute bei Gruibingen die Autobahn A8. Foto: SDMG

Schneeschmelze und Regenfälle: Rund zehn Zentimeter hoch steht das Wasser auf der A8 Richtung Stuttgart. Es ist nicht die einzige Überschwemmung, mit der THW und Feuerwehr in der Nacht zu kämpfen haben.

Stuttgart - Wegen der Schneeschmelze und der heftigen Regenfälle hatten die Mitarbeiter der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) im Kreis Göppingen eine unruhige Nacht: Auf der Autobahn A8 bei Gruibingen stand das Wasser teils zehn Zentimeter hoch. Schließlich mussten Sandsäcke geschichtet werden.

Lesen Sie auch: Hochwasser in Teilen von Baden-Württemberg

Wie ein Polizeisprecher sagte, hatten bereits am Sonntagabend mehrere Autofahrer gemeldet, dass das Wasser mehrere Zentimeter hoch auf der Autobahn zwischen Ulm und Stuttgart stehe. Schmelzwasser vom Kornberg und die anhaltenden Regenfälle hatten für die Überflutung fünf Kilometer vor der Ausfahrt Aichelberg gesorgt. Die Kanäle konnten die Wassermassen nicht mehr verarbeiten. Eine Fahrspur musste gesperrt werden.

Graben sorgt nur für kurze Entspannung

Zunächst zogen Mitarbeiter der Autobahnmeisterei einen Graben neben der Autobahn, so dass das Wasser abfließen konnte. Das habe allerdings nur kurz für Entspannung gesorgt, sagte Polizeisprecher Holger Fink.

Gegen 1.30 Uhr stand das Wasser erneut mehrere Zentimeter hoch. Daraufhin rief die Autobahnmeisterei das THW und die Feuerwehr zur Hilfe. Diese errichteten aus Sandsäcken eine etwa 50 Meter lange Barriere gegen die Wassermassen. Die Maßnahme wirkte: Gegen 6 Uhr konnte die Autobahn wieder komplett freigegeben werden.

Auch Straßen in Uhingen und Bad Überkingen betroffen

Nicht nur auf der Autobahn waren THW und Feuerwehr im Einsatz, auch in mehreren Ortschaften im Kreis Göppingen waren in der Nacht Straßen teilweise oder ganz überflutet. Die Polizei nennt beispielsweise Uhingen, wo das Wasser von den Feldern in die Heerstraße floss, so dass diese gesperrt werden musste.

Auch die Ortsdurchfahrt in Bad Überkingen-Hausen war zeitweise nicht passierbar, weil die Fils über die Ufer zu treten drohte und die Feuerwehr einen Hochwasserschutz aufbaute. Und auf der Bundesstraße 466 bei Bad Ditzenbach habe das Wasser 20 Zentimeter hoch gestanden, berichtet die Polizei, der zufolge sich die meisten Einsätze zwischen 1.30 und 2.30 Uhr abspielten.

Mittlerweile fielen die Pegel der Flüsse und Bäche wieder, es gebe keine offenen Einsätze mehr.

Die Wetteraussichten dürften die Einsatzkräfte immerhin positiv stimmen: „Das Gröbste ist vorerst überstanden, was den Regen angeht“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag in Stuttgart. Die Regenschauer sollen in den kommenden Tagen vorerst nachlassen. Demnach soll sich vor allem im Süden Baden-Württembergs am Dienstag die Sonne wieder häufiger blicken lassen. Auch der Mittwoch soll mild werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: