Die Unfallstelle auf der A81 bei Pleidelsheim – am nächsten Morgen krachte es im Stauende bei Untergruppenbach erneut. Foto: SDMG

Erst gab es einen tödlichen Unfall in der Nacht, im morgendlichen Berufsverkehr gab es einen weiteren Toten: Die A 81 zwischen Heilbronn und Stuttgart wurde zu einem Trümmerfeld.

Pleidelsheim/Heilbronn - Richtung Stuttgart geht nichts mehr: Dem tödlichen Unfall auf der A81 bei Pleidelsheim in der Nacht folgte am Donnerstagmorgen ein weiteres tödliches Drama am Stauende: Knapp 16 Kilometer dahinter, bei Heilbronn-Untergruppenbach, raste gegen 8 Uhr ein Auto unter einen Sattelzug. Der Beifahrer war sofort tot, der Fahrer überlebte schwer verletzt. „Das Fahrzeug ist nicht mehr zu erkennen“, so Polizeisprecher Frank Belz über seinen Eindrücke am Unfallort.

Die Identität der Verunglückten ist noch nicht abschließend geklärt. Das Fahrzeug ist im Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen zugelassen. Der Unfall spielte sich in Fahrtrichtung Stuttgart am Stauende ab. Etwa 500 Meter nach der Reisbergbrücke sah der Autofahrer zu spät, dass vor ihm ein Sattelzug angehalten hatte – und fuhr offenbar ungebremst auf.

Der Verkehr Richtung Stuttgart musste über den Standstreifen umgeleitet werden. Der Stau verlängerte sich bis zum Kreuz Weinsberg.

Zuvor gab es schon einen tödlichen Unfall

Stunden zuvor, am Mittwoch gegen 23 Uhr, war es knapp 16 Kilometer weiter vorne zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der A 81 zwischen den Anschlussstellen Mundelsheim und Pleidelsheim gekommen. Ein 68-jähriger Audi-Fahrer war mit hoher Geschwindigkeit auf der Mittelspur auf die Zugmaschine eines Lkw geprallt. Der Audi war gegen eine Schilderbrücke geschleudert worden, der Fahrer aus dem Kreis Ludwigsburg war sofort tot. Die Aufräum- und Bergearbeiten gingen bis zum Donnerstagvormittag. Aufgrund verschiedener Reparaturarbeiten kam es auf diesem Autobahnabschnitt im Berufsverkehr zu einem längeren Stau. Der Fahrer des Wagens aus Nordrhein-Westfalen übersah ihn offenbar. „Zur Unfallermittlung“, so der Heilbronner Polizeisprecher Belz, „wurde noch ein Gutachter eingeschaltet.

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