Beschlagene Fenster deuten auf Feuchtigkeit hin. Foto: dies-irae / shutterstock.com

Die Scheiben beschlagen ständig und es herrscht ein muffiger Geruch? Vermutlich haben Sie Feuchtigkeit im Auto. Hier sind 7 Tipps für die Entfeuchtung des Innenraums.

Woher kommt die Feuchtigkeit?

Zunächst einmal sollten wir festhalten, dass es einen Unterschied zwischen Nässe und Feuchtigkeit gibt. Hat es literweise in Ihr Fahrzeug geregnet, sollten Sie lieber diesen Artikel über die vollständige Trocknung des Innenraums lesen. Feuchtigkeit dagegen entsteht meist unbemerkt. Sie fällt uns erst auf, wenn die Scheiben ständig von innen beschlagen oder ein muffiger Geruch im Auto wahrnehmbar ist. Hier sind einige mögliche Gründe für den feuchten Innenraum:

Verstopfte Regenabläufe: Laub und Schmutz können die Regenabläufe am Auto verstopfen, wodurch sich das Wasser andere Wege sucht. Leider oftmals auch in den Innenraum oder die Luftfilter. Überprüfen Sie sämtliche Abläufe und unterziehen Sie sie gegebenenfalls einer Reinigung.

Poröse Dichtungen: Dichten die Fenster oder Türen nicht mehr sauber ab, kann bei Regen oder der Autowäsche Wasser in den Innenraum gelangen. Behalten Sie die Dichtungen also im Auge. Dasselbe gilt für Dachfenster und Cabrio-Dächer.

Roststellen: Hat sich der Rost bereits durch den Lack gebohrt, kann so eine Stelle ebenfalls Eintrittsort für Feuchtigkeit sein.

Verstopfte Innenraumfilter: Ist der Luftfilter verstopft, kann er nicht mehr sauber arbeiten. Eine mögliche Ursache für die Feuchtigkeit im Auto.

Defekte Klimaanlage: Arbeitet die Klimaanlage nicht mehr wie gewollt, wird der Innenraum nicht richtig entfeuchtet.

Eingeschleppte Feuchtigkeit: Über nasse Schuhe oder Jacken tragen wir die Feuchtigkeit selbst in das Auto.

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Auto entfeuchten: 7 Tipps

Es ist unumgänglich, dass Sie die oben genannten Ursachen zunächst beseitigen. Ansonsten wird das Problem immer wieder auftauchen. Die folgenden Tipps dienen zum schnellen Entfeuchten des Innenraums.

1. Luftentfeuchter

Luftentfeuchter arbeiten mit einem sehr saugstarken Material, das die Feuchtigkeit im Innenraum des Autos aufnimmt. Es gibt sie in verschiedenen Varianten und Größen. Alternativ können Sie auch trockenen Reis oder Katzenstreu verwenden, um die Feuchtigkeit im Auto zu beseitigen. Füllen Sie das Hausmittel in eine Schüssel oder in eine Socke und legen Sie diese in den Innenraum.

Tipp: Luftentfeuchter kann man auch selber basteln.

2. Feuchtigkeit draußen lassen

Bei Regen oder Schnee tragen wir viel Feuchtigkeit über die Schuhe und Kleidung ins Auto. Dort erwärmt sich die Luft und das Wasser kondensiert an den Scheiben. Achten Sie also darauf, Schuhe vor dem Einsteigen gut auszuklopfen. Nasse Jacken legen Sie am besten in den Kofferraum, damit sich die Sitze nicht mit Wasser vollsaugen.

3. Auto lüften

Durch regelmäßiges Lüften entfernen Sie nicht nur Feuchtigkeit aus der Wohnung, sondern auch aus dem Auto. Dazu muss die Außenluft natürlich trocken sein. Ein sonniger Tag mit mittleren Temperaturen eignet sich daher besonders gut. Öffnen Sie alle Türen und lassen Sie das Auto für 10 bis 30 Minuten durchlüften. So verflüchtigt sich die Feuchtigkeit.

4. Klimaanlage nutzen

Sie wollen die Feuchtigkeit im Auto loswerden? Drehen Sie eine Runde und schalten Sie die Klimaanlage ein. Die kühlt das Auto nicht nur, sondern entfeuchtet auch den Innenraum. Etwa 5 bis 10 Minuten vor Ankunft an Ihrem Ziel sollten Sie die Klimaanlage wieder ausschalten, damit das darin befindliche Kondenswasser verdunsten kann. Die Umluftfunktion sollten Sie jedoch bei Feuchtigkeit im Innenraum meiden, da sie die Luft nur umwälzt.

5. Gummimatten verwenden

Stofffußmatten sehen zwar schön aus, saugen sich aber schnell mit Feuchtigkeit voll. In den nasskalten Jahreszeiten sind daher Gummimatten besser. Sie fangen die Nässe auf und können schnell mit einem Tuch getrocknet werden. Passend dazu: Fußmatten richtig reinigen.

6. Gummidichtungen pflegen

Pflegen Sie regelmäßig die Gummidichtungen am Auto, um zu verhindern, dass diese porös und somit zur Eintrittsstelle für Feuchtigkeit werden. Dazu können Sie im Fachhandel eine Gummipflege kaufen und mit dieser die Dichtungen behandeln.

7. Nasssauger einsetzen

Bei starker Feuchtigkeit in den Sitzen oder den Fußmatten kann ein Nasssauger helfen. Dieser saugt die Feuchtigkeit aus dem Material. Zusammen mit den anderen Methoden können Sie so das Auto nachhaltig entfeuchten.

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