Berlin - Jury und Kuratorium für den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen haben einstimmig beschlossen, dass der in der Türkei inhaftierte Deniz Yücel mit einem Sonderpreis ausgezeichnet werden soll. Foto: dpa

Ein Theodor-Wolff-Preis steht bereits fest: Jury und Kuratorium für den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen haben Deniz Yücel einen Sonderpreis Sonderpreis auszuzeichnen.

Berlin - Jury und Kuratorium für den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen haben einstimmig beschlossen, dass der in der Türkei inhaftierte Deniz Yücel mit einem Sonderpreis ausgezeichnet werden soll. Außerdem fordern sie die Freilassung des seit rund sechs Wochen in der Türkei inhaftierten Korrespondenten der Tageszeitung „Die Welt“. Der Sonderpreis solle im Geist von Theodor Wolff ein Zeichen für die Pressefreiheit sein, die in der Türkei und an vielen anderen Orten der Welt mit Füßen getreten werde. Die übrigen Preisträger werden erst am Tag der Preisverleihung am 21. Juni in Berlin gewählt und bekannt gegeben, teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit, der den Preis ausschreibt.

Rennomierte Auszeichnung

Die Jury nominierte zwölf Beiträge in drei Kategorien sowie für das Thema des Jahres. An der Ausschreibung hatten sich 402 Journalisten beteiligt. Der Theodor-Wolff-Preis gilt als die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat und erinnert an den Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 - 1943). Er musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet, an die Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.