Minister Peter Hauk überreicht Martin Bücheler (rechts) die Medaille. Foto: Kuhn

Martin Bücheler aus Hedelfingen erhält Staatsmedaille des Landes in Gold

Bad Cannstatt - Alle vier Jahre verleiht das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten, die sich im Bereich der Landwirtschaft und des Naturschutzes verdient gemacht haben, die Staatsmedaille in Gold. „Mit dem Ehrungsabend auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest knüpfen wir an eine lange und sehr schöne Tradition an“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Freitagabend anlässlich des Ehrungsabends auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest. Denn bereits vor 200 Jahre habe die damalige Königin Katharina einen Preis gestiftet. Damals um Innovationen in der Landwirtschaft zu fördern. Mit dem Festakt in der Haupthalle des Landwirtschaftlichen Hauptfestes kehre das Land zu diesen historischen Wurzeln zurück. „Bürgerschaftliches Engagement und ehrenamtliche Tätigkeiten sind wichtige Säulen einer aktiven Gesellschaft. Sie sind das Rückgrat, die Verbindung zwischen Jung und Alt. Sie haben Ausdauer und Verlässlichkeit bewiesen“, dankte Hauk. Für ihn sei es eine vornehme Aufgabe, Ehrenamtliche auszuzeichnen, die sich um die Land- und Forstwirtschaft, den ländlichen Raum und die Kulturlandschaft in besonderer Weise verdient gemacht hätten. Insgesamt wurde an 24 Persönlichkeiten die Staatsmedaille in Gold und an drei Preisträger die Gerhard-Weiser-Medaille verliehen.

Von Kindesbeinen an im Weinberg

Auch Martin Bücheler gehörte zu den Geehrten. Dem Hedelfinger, so Hauk, sei die Liebe zum Garten- und Landschaftsbau sprichwörtlich in die Wiege gelegt worden. „Bereits als Junge haben Sie ihrem Vater im Garten und in den Weinbergen geholfen.“ So habe Bücheler auch den Bau und die Restaurierung der Trockenmauern in den Steillagen-Weinbergen von der Pike auf gelernt und es sich zur zentralen Aufgabe gemacht, diese Kulturgüter zu retten. Er gilt als der Experte des Trockenmauerbaus und setzt sich auf verschiedenen Ebenen für den Erhalt der landschaftsprägenden Kulturdenkmale ein.

Bücheler liegt es am Herzen, dass das Jahrhunderte alte Wissen der Vorfahren nicht verloren geht. In etlichen Workshops, Lehrgängen und Kursen schult er Wengerter, Gartenbauer, Studierende und an der Natur Interessierte im korrekten Bau der Mauern. Vor sieben Jahre wurde unter seiner maßgeblichen Mitgestaltung eine Fachbroschüre herausgegeben. Kindern und Jugendlichen bringt er den Mauerbau in einem Buch nahe. Für dieses Engagement überreichte ihm Hauk die Urkunde und die rund 40 Millimeter große Medaille. „Ich sehe diese Ehrung als Auszeichnung für die Sache, nämlich den Kampf um den Erhalt der Trockenmauern“, dankte Bücheler.

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